Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

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Lutz
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Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von Lutz » 3. Mai 2020, 15:17

Hallo Forum,

es ist schon eine ganze Weile her, dass ich mich an euch gewendet habe. Das liegt vor allem daran, dass mein 1500er ohne große Probleme gelaufen ist.
In letzter Zeit hatte ich jedoch Temperaturprobleme und einen großen Kühlwasserverlust.
Also habe ich beschlossen, die ZKD zu wechseln. Habe mich an das Werkstatthandbuch gehalten, alles soweit ok.

Jedoch bekomme ich den Zylinderkopf nicht abgehoben.

Habe mit einen Kunststoffhammer gekloppt, haben den Motor drehen lassen, aber nix, das Ding sitzt bombenfest.

Ich vermute, dass die 8 Stehbolzen die mögliche Bewegung des Hammer einschränken und er sich deshalb nicht löst.
Habe aber ein bisschen Muffe, die mit einer Kontermutter herauszudrehen, und wohl Möglich abzureißen.

Hat einer von Euch vielleicht einen Rat für mich wie ich den Zylinderkopf abbekommen könnte?
viele Grüße
Lutz

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chris071979
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Re: Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von chris071979 » 3. Mai 2020, 15:28

Hatte ich auch bei 3 motoren. Als erstes würde ich rostlöser an den bolzen sprühen und nicht sparen. Und das 2 bis 3 tage wiederholen. Wenn dann immer noch nichts geht kannst die bereiche um die bolzen mal gut erwämen. Bei einen von mir musste ich mit autogenbrenner ran. ( hat es überlebt) wenn du den kopf ca 2 cm hochbekommen hast kann man die schwergängen bolzen abschneiden. Na ja hoff es reicht wenn mal paar tage mit rostlöser wirken lasst.zudem kannst auch mit nem hartholz dazwischen schon nen normalen hammer nehmen sind ja noch gussköpfe

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Re: Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von 14Vorbesitzer » 3. Mai 2020, 15:46

Hi,
hatte ich beim Herald auch. Hab da auch mit nem Hartholz und darauf mit nem Hammer immer abwechselnd rechts links seitlich so gut es geht schräg nach oben geklopft. Der Kopf sass an der Dichtung sehr fest...
LG
Volker
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Re: Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von marc » 3. Mai 2020, 16:20

Wenn Du einen Motorkran hast, an den Stehbolzen der Kipphebelwelle anhängen. Und viel Rostlöser.
Viele Grüße
Marc

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Re: Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von Lutz » 3. Mai 2020, 16:48

Hallo,
dann bin ich schon mal beruhigt, dass einige von euch das auch kennen.

Wenn ich wenigsten einen Spalt hätte für so ein Hartholz, wäre ich echt schon weit, zur Zeit noch bei 0,0.

Wo sollte eurer Meinung nach der Röstlöser hin, an dir Stehbolzen?

Habe den Kopf bereits am Kran hängen (leicht auf Spannung)

Dann werde ich mal weiter dengeln, Danke für eure Tipps.
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viele Grüße
Lutz

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Re: Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von 14Vorbesitzer » 3. Mai 2020, 18:01

Lutz,
Bau mal die Krümmer ab. Und die wasserpumpe mit Gehäuse auch...
LG
Volker
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Re: Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von Andi » 3. Mai 2020, 19:11

Sollte ich wohl nicht hier schreiben aber...
Ich hab da nen ganz flachen Meisel für.(angespitzter großer Schraubenzieher geht auch)
Bei den alten Motoren kann man schon mal bisle Gewalt ausüben.
Aber nicht mißverstehn,es sollte reichen den an einer Ecke 1-2 mm reinzuhaun das es knack macht und der Kopf mehr oder weniger lose ist.
Wer keine Punkte in Flensburg hat hat endweder Glück gehabt oder behindert den fließenden Verkehr.

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Re: Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von Markus Simon » 3. Mai 2020, 19:14

versuch die Stehbolzen raus zu drehen ! Muttern kontern oder besser Schweißpunkt oben drauf , die Bolzen sind wahrscheinlich eh platt ! Sonst ist Kran , Rostlöser und Zeit eine Methode die bei mir bis jetzt immer (erst vor 2 Wochen wieder) geklappt hat . Da sind ziemlich sicher die Bolzen in den Kopf gerostet !
Gruß Markus
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"Untersteuern ist, wenn man den Baum zuerst sieht, Übersteuern , wenn man den Baum zuerst hört!"

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Re: Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von kamphausen » 3. Mai 2020, 19:30

Markus Simon hat geschrieben:
3. Mai 2020, 19:14
versuch die Stehbolzen raus zu drehen ! Muttern kontern oder besser Schweißpunkt oben drauf , die Bolzen sind wahrscheinlich eh platt ! Sonst ist Kran , Rostlöser und Zeit eine Methode die bei mir bis jetzt immer (erst vor 2 Wochen wieder) geklappt hat . Da sind ziemlich sicher die Bolzen in den Kopf gerostet !
:top:
marc hat geschrieben:
3. Mai 2020, 16:20
Wenn Du einen Motorkran hast, an den Stehbolzen der Kipphebelwelle anhängen. Und viel Rostlöser.
:top:

Abgaßkrümmer, Ansaugkrümmer und Wasserpumpe ab..

Ziehen nur nach oben: Mit dieser Zurrgurtkonstruktion hast Du dir vermutlich schon die Bolzen verbogen! - Tauschen!

Viel Rostlöser über mehrere Tage immer wieder in die Bolzenbohrungen...

Ich würd auch versuchen, die Bolzen mit gekonterten Muttern raus zu schrauben...zumindest beim 6Zylinder Kopf werden manche Kopfbolzen auch durch die Krümmerbolzen fest geklemmt...also die als erste entfernen, sonst wird das eh nix.....

Es ist billiger/einfacher, abgerissene Bolzen zu tauschen als nen kaputten Kopf richten zu lassen! Das mit dem Meissel ist also evtl. die teuerste Lösung...

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Re: Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von marc » 3. Mai 2020, 20:25

Ja, nur nach oben ziehen, durch die Ansaugbrücke verkantet der Kopf. Und dann kannst Du das ganze Auto dran hängen, zur Not neue Motorlager. Rostlöser in die Bolzen Bohrungen und gern auch Temperatur mit dem Lötkolben. 1-2 Tage und er kommt. Meissel hab ich auch schon verwendet. Stehbolzen mit Kontermutter rausdrehen keine Chance.
Viele Grüße
Marc

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Re: Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von Lutz » 3. Mai 2020, 21:02

Danke Leute.

Habe noch eine Woche Urlaub. Werde morgen mehr Rostlöser kaufen.
Die Wasserpumpe ist zwar lose, werde sie aber komplett entfernen.
Das entfernen des Krümmers habe ich heute versucht, die oberen 4 Schrauben gehen leicht ab, die beiden äußeren unten auch.
Nur an die beiden in der Mitte, unten, da komme ich nicht so recht ran.
Muss dafür die Ansaugbrücke vom Krümmer oder kann die dran bleiben.
Die ist nämlich mit dem Kopf „verstiftet, und die bekomme ich auch nicht raus.
viele Grüße
Lutz

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Re: Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von SvenK » 3. Mai 2020, 21:51

Die Stifte sitzen nur im Kopf und der Ansaugkrümmer wird damit geführt. Vermutlich ist die Brücke noch mit dem Krümmer verschraubt. Dann kannst die Brücke abziehen und kommst an die Muttern.
Grüße aus Ostholstein

Sven

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Re: Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von frost » 3. Mai 2020, 22:09

hier wurde eh schon alles gesagt. Will mich nur der Motorkran-Variante mit ausgedrehten Stehbolzen anschließen.
Hab das im Winter auch gemacht.
Die äußeren Stehbolzen waren komplett festgerostet.
4 Tage Rostlöser halfen nichts. Mit der Kontermutter rührte sich nichts. Erst als ich mit Hitze den Bereich im Block unter dem Kopf bei den Bolzen die nicht wollten bearbeitet hatte konnte ich die Bolzen ausdrehen.
Als die Bolzen entfernt waren etwas Zug auf den Kran und der Kopf ging nach ca 20 Minuten mit einem Plopp-Gräusch ab.
Bild
Zuletzt geändert von frost am 3. Mai 2020, 22:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von Lutz » 4. Mai 2020, 16:32

Danke für eure hilfreichen Tipps, der Kopf ist ab. :top:

Ich habe erst die Wasserpumpe komplett rausgenommen, dann noch den Krümmer und Ansaugbrücke demontiert.

Dann konnte ich Dank reichlich Rostlöser 5 Stehbolzen mit Kontermuttern rausdrehen.

Ein paar mal mit einem Hartholz und einem dicken Hammer angeklopft, und plötzlich wackelte der Kopf.

Mit ein paar kräftigen Ruckler konnte ich ihn schließlich recht leicht anheben.

Auf jeden Fall waren die Stehbolzen das Problem, einige waren übel angerostet.

Als der Kopf dann runter war, stellte ich fest, das von der alten ZKD nicht nicht wirklich viel übrig ist. Hoffentlich ist das Problem nicht größer als ich vorher dachte. :shock:
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viele Grüße
Lutz

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Re: Zylinderkopf lässt sich nicht abheben

Beitrag von 14Vorbesitzer » 4. Mai 2020, 16:49

Hallo Lutz,
ich bin ja nicht wirklich qualifiziert was dazu zu sagen. Aber eigentlich möchte ich Dir Mut machen, die Ventile sehen doch recht gleichmäßig dunkel und nicht überhitzt aus! Man könnte den "coke" da jetzt schön entfernen und mal schauen wie es darunter aussieht. Die Dichtung hat wohl gut geklebt und ist an der "composite-Oberseite" beim öffnen gerissen, könnte ja normal sein bei den Dichtungen (?? ich hatte bisher beim öffnen immer Metall-ZKD vorgefunden)... Vielleicht war die montierte Dichtung auch nicht die beste Sorte... oder halt überhitzt. Jedenfalls kann ich auch keine Risse zwischen den Zylindern erkennen ... :happywink:

LG
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