Hi Torsten,
nun noch 2 Bilder und ein bisschen Beschreibung zum Gebrauch des Manometers und Test des OD:
1. Montage
Das Manometer ersetzt die Verschlussschraube des Steuerventils. Ich habe den Adapter des Manometers mit den gleichen Maßen wie diese Verschlussschraube gefertigt, sodass die Arbeitsweise des Steuerventils unter gleichen Bedingungen wie mit der Verschlussschraube funktioniert. Somit kannst Du das Steuerventil einsetzen, die Kugel, den Einsteckkolben und die Feder oben drauf platzieren und dann das Manometer mit Dichtung im Ganzen vorsichtig aufsetzen. Die Feder taucht dabei genauso tief in das Schraubengehäuse ein wie bei der Verschlussschraube. (Bitte vorher prüfen ob die Feder sich nicht im Ölkanal verklemmen kann.) Bei sauberem Gewinde lässt sich das Manometer bis zum Ende mit der Hand festschrauben. Damit die ganze Sache dicht ist, genügt es das Manometer an der unteren Mutter handfest anzuziehen. Bitte
nicht die übrigen Muttern zum festziehen benutzen, da dies Quetschverbindungsschrauben sind. Das Manometer sollte dann ungefähr richtig ausgerichtet sein (Anzeige ist vom Fahrersitz aus ablesbar).
2. Testfahrt
Ich halte die Testfahrt für die bessere Möglichkeit als die im WHB beschriebene Alternative die Funktion mit aufgebockten Hinterrädern zu versuchen. Ideal ist eine ruhige Landstraße, wo es nicht so viel Verkehr gibt, und man auch ein längeres Stück mit gleichbleibender Geschwindigkeit fahren kann.
Overdrive bei ca. 60 km/h im 4ten Gang einschalten und schauen was passiert. Als normal würde ich folgenden Druckverlauf ansehen:
Kaltes Öl: elektrisch ungeschaltet: 5 bis 8 bar, elektrisch geschaltet: schneller Druckanstieg (ca. 1 Sekunde), OD schaltet sich bei ca. 15 bar ein (Schaltruck), Druck steigt weiter bis ca. 39 bar.
Warmes Öl: elektrisch ungeschaltet: 2 bis 5 bar, elektrisch geschaltet: leicht verzögerter Druckanstieg (ca. 1,5 bis max. 2 Sekunden), OD schaltet sich bei ca. 15 bar ein (Schaltruck), Druck steigt weiter bis ca. 30 bar. Ein weiterer Druckanstieg wird erst bei höherer Drehzahl erfolgen.
Hinweis: das Manometer ist ölgedämpft, trotzdem beginnt ab ca. 25 bis 30 bar der Zeiger zu zittern. Dies ist normal. Tritt während der Fahrt irgendwo Öl aus, Versuch abbrechen und Ursache beseitigen.
3. Voraussetzungen
ausreichender Ölstand, sauberes Sieb, sauberes Rückschlagventil, richtig eingestellter Solenoid. Wie schon berichtet, halte ich entgegen den Beschreibungen im WHB den einwandfreien Sitz der Kugel auf dem Steuerventil für ausschlaggebend. Das Steuerventil muss sich ganz leicht aus dem Gehäuse ziehen lassen und darf weder beim Ziehen noch beim Einsetzen klemmen. Es muss durch das Eigengewicht bis zum Aufsetzen auf dem Nocken der Solenoidbetätigung sauber fallen. Zur Testfahrt die Verschlussschraube des Steuerventils mitnehmen, falls sich Undichtigkeiten ergeben, die unterwegs ggf. nicht behoben werden können.
Ob die angegebenen Druckverläufe dem Neuzustand entsprechen, kann ich leider nicht sagen, da es hierzu keine Angaben im WHB gibt und ich auch im Netz nicht wirklich was gefunden habe. Im WHB wird lediglich der Maximaldruck beschrieben.
Viel Erfolg....