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Verfasst: 27. Jul 2008, 23:35
von tdgross
Hallo Roland

So weit ich mich erinnern kann, habe ich meine Hilfswelle "nur" auf das Maß der Vorgelgewelle abgelängt...

:THINK: Schätze mal deine Variante der Welle, welche auch die beiden Anlaufscheibe mit fixiert ist wirklich besser.

Grüße
Tobias

Verfasst: 23. Aug 2008, 18:03
von Daniel
so, ... ich noch mal, ...

habe heute auf die Nadellager gepfiffen, und die Hilfwelle einfach rausgenommen, somit ist das Vorgelege auch weiter runtergekommen, so dass ich die Eingangswelle rausbekommen habe, ...

Einbau der Nadellager mach ich mir in diesem Moment keine Sorgen drum, habe im Moment eh Zweifel, ob ich das ganze Gelump wieder zusammenbekomm.

aber da tut sich schon die nächste Frage auf, ... wie bekomme ich die Hauptwelle aus dem mistklumpen. Hab keinen Abzieher, der das Hauptwellenlager abziehen könnte, ... ausserdem ist da in der Welle noch eine Art Splint für den Excenter der Overdrive-Ölpumpe, an dem ich das Hauptlager schwerlich vorbeibekomme, ... und diesen Splint bekomm ich nicht raus, ... will ja auch nichts noch mehr kaputt machen.

die ganzen Spezialwerkzeuge aus dem WHB hab ich natürlich nicht, und ehrlich gesagt, verstehe ich auch einfach nicht, was die da zu diesem Punkt schreiben, ... hätte da evt. jemand eine verstehbare Beschreibung???

Das Problem: ich bekomme die Synchroneinheit des dritten Gangs nicht von der Welle -> ist zu gross, und da ich auch Synchroeinheit 1/2 Gang und Rückwärtsgangrad erneuern möchte muss ich dann wohl die komplette Haupwelle rausnehmen.

es ist übrigens tatsächlich dieser Sicherungsring für das drittganggedöhns, der mir geborsten ist.

Viele Grüße,

Daniel, im Moment nur mit 4 Gängen unterwegs.

Verfasst: 23. Aug 2008, 20:41
von Harry
:mrgreen:

Hi Daniel,

der Excenter der Overdrivepumpe sitz mit einem Keil auf der Hauptwelle und wird hinten mit einem Sprengring gehalten.

Das Teil und auch das hintere Hauptlager (mitte) brauchst Du aber beim Zerlegen noch nicht von der Welle abziehen.

Du fängst von vorne an und nimmst die Teile von der Hauptwelle und legst sie in ihrer Reihenfolge ab.
Zuerst den Synchronring 4. Gang.
Dann Schaltmuffe komplett 3/4 Gang.
Synchronring 3. Gang.
Dann must Du den Sprengring auf der Hauptwelle im Dritttengangrad entfernen. Auf die Lage des gebogenen Endes achten.
Jetzt kann man die Hauptwelle nach hinten aus den restlichen Gangrädern und dem Gehäuse zusammen mit dem Lager entfernen.
Haynes zeigt das "rausschlagen" mit einem Kunststoffhammer. Das war mir immer zu kritisch, da ich meine Lager nach Möglichkeit wieder verwenden wollte. Daher hab ich immer mit zwei Schraubenziehern das hintere Lager unter dem Sprengring am Aussenring ausgehebelt. Zur Not lässt sich der Sprengring auch entfernen um in die Nut zu hebeln oder mit einem weichen Messingbolzen von innen das Lager am Aussenring nach aussen treiben.

Wenn die Welle draussen ist kann man die restlichen Gangräder ablegen und die Welle weiter zerlegen. z.B. Lager und Excenter abziehen. Für den Einbau muss das Lager am besten runter.

mfG
Harry

Verfasst: 24. Aug 2008, 17:28
von Daniel
Hi Harry, ...

danke für den Tipp, ... hab ich soweit verstanden, ... m.E. gibts da jedoch zumindest bei meinem Getriebe nen kleinen Schönheitsfehler, ...
da sind auf der Hauptwelle vor dem Erstgangrad noch zwei scheiben, die das erstgangrad blockieren, ... schwer zu beschreiben, daher hier ein Bild:
Bild
und diese Teile bekomme ich nur raus, wenn ich das erstgangrad nach hinten schiebe, das geht aber nicht, weil da das Gehäuse bzw. druckscheibe und Lager sitzen, ... und das erstgangrad ist so gross, dass es nicht durch die Öffnung geht, ... das hiesse doch, dass ich doch erst die Welle durch das Lager nach vorne treiben muss, dann das Erstgangrad nach hinten schieben, um dann die beiden Halbscheiben da raus zu friemeln, ... und dann das ganze säuberlich auf einer ersatzwelle aufreihen.

oder????

also so ein Getriebe übersteigt doch offensichtlich meine Fähigkeiten.

Viele Grüße,

Daniel

Verfasst: 24. Aug 2008, 18:03
von Rorei
Hallo Daniel,
du bekommst das 1.Gangrad auf keinen Fall zu der inneren Seite raus, selbst wenn du die beiden Halbscheiben entfernst. Die davor liegende Längsverzahnung ist im Durchmesser ca. 0,4 mm stärker. Es geht also nur zur Hauptlagerseite hin.
Gruß Roland

Verfasst: 24. Aug 2008, 18:32
von Daniel
Hi Roland, ...

jau, ... das musste ich gerade auch feststellen, ... 27.8 mm zu 28.1 mm (Messfehler durch Messung unter erschwerten Bedingungen)

hab jetzt die Welle aus dem Lager getrieben und bekomm nun den Keil für den OD-Pumpenantrieb nicht aus der Welle, die anderen Zahnräder bekomme ich auch nicht nach innen raus, weil definitiv der Platz fehlt, ... ich werd noch bekloppt, ...

an dieser Stelle mal meinen grössten Respekt vor den Leuten, die sowas aus dem Handgelenk machen!!!!

Viele Grüße,

Daniel

Verfasst: 24. Aug 2008, 18:59
von alex0469
Ich hab 3 Monate gebraucht weil ich das Teil immer wieder verflucht und habe und es bei Seite legen mußte, um keinen Wutanfall zu bekommen.

Gruß Alex

Verfasst: 24. Aug 2008, 19:27
von Daniel
so, ... zwangspause, ...

nach dem Erhitzen der Welle mit dem Campingkocher hat das Kältespray nur noch zwei mal kurz gehustet und war dann Leer, ... klar, ist ja Sonntag.

also nächste Woche mal ne Europalette Kältespray organisieren und dann weitersehen.

Viele Grüße und vielen Dank für die vielen hilfreichen Tipps.

Daniel

Verfasst: 8. Sep 2008, 19:49
von Daniel
Hallöchen zusammen, ...
:-vh
et is zum Haareeinpflanzen, ... ich bekomm den Keil nicht aus der Welle, ich habs mit Erwärmen und Kältespray versucht, mit ner Zange, mit nem schmalen Schraubendreher und nem Hammer, ... ich bekomm das Teil nicht raus.

hat da jemand vielleicht noch nen Tipp? kann ich den evt. einfach wegfeilen und dann mit dem Dremel halt die Reste rausfräsen? oder gibt es Fachbetriebe, die so etwas können, ... mir wäre halt nur wichtig, dass die Welle nicht kaputt geht.

Viele Grüße,

Daniel

Verfasst: 8. Sep 2008, 22:23
von Reinald
Hallo Daniel,

ich habe mal einen solchen Keil aus einer Kurbelwelle rausoperiert, indem ich ihn längs mit einem Dremel geschlitzt habe. Allerdings habe ich Ihn auch fast komplett durchschleifen müssen, bis er die Spannung verloren hat. Beim OD-Ölpumpen-Antrieb hatte ich das Problem noch nicht, sollte sich aber ähnlich lösen lassen.

Fallst Du versuchst den Keil mit einem scharfen Meißel rauszukloppen - Schutzbrille anziehen! Das Zeug ist hart und splittert gerne weg, mit besonderer Affinität zu den Augen. Aber damit habe ich den einen oder anderen Keil auch schon rausbekommen.

Reinald

Verfasst: 8. Sep 2008, 22:24
von Wenzel
Hi Daniel !
Ich weis nicht , ob du da so rankommst ! Vieleicht klappts ja so : Keil
anbohren , evl. sogar Gewinde schneiden , dann eine Schraube reindrehen
und kräftig ziehen ! Diese Metode hat mir an anderer Stelle zum Erfolg
verholfen !
Grüße und viel Erfolg, Carsten

Verfasst: 8. Sep 2008, 22:29
von Joerg
Hallo Daniel,

bin gerade auch am Überholen vom Getriebe, allerdings ohne OD.
Handelt es sich bei dem Keil, den du nicht rausbekommst, um das Teil KW316?
Bild

Mir fällt folgende Variante ein:
Keil mit Maschinenschraubstock klemmen. Mit dem Kunststoffhammer gegen diesen Maschinenschraubstock klopfen.
Probier's nicht mit irgendwelchen Zangen, damit versaust du das Teil nur und kannst es gar nicht mehr halten.

Alternativ (für den Artisten in dir):
Keil in den Schraubstock der Werkbank spannen und gegen die Welle klopfen.

Dann geht der Ausbau der Welle relativ einfach.
Mit dem Kunststoffhammer die Welle ca. 20mm durch das hintere Hauptlager klopfen. An der Innenseite zwischen dem Zahnrad vom 1. Gang und dem Lager irgend was zwischenlegen und dann vorne auf die Hauptwelle klopfen. Damit bekommst du das Lager raus.
Wenn das Lager draußen ist, einfach die Hauptwelle, wie im WHB beschrieben, schräg nach oben rausnehmen.

Besorg dir für den Zusammenbau ein Rohr mit ca. 26mm Innendurchmesser und gut 30cm Länge.
Damit geht der Einbau einfach:
- Hauptwelle einfädeln (und nicht wie ich die 3./4. Gang-Synchroneinheit vergessen!)
- hinteres Lager in das Gehäuse ein pressen / am Außenring reinklopfen
- Rohr senkrecht in Schraubstock einspannen
- Getriebe draufstecken
- Hauptwelle mit Kunststoffhammer in das Lager reinklopfen

Job done!


Gruß

Jörg

PS: wenn du das Rückwärtsgangrad erneuerst: wie sieht das Vorgelege aus? Meinem fehlen 3 ganze Zähne :-(

Verfasst: 8. Sep 2008, 22:54
von Daniel
@Jörg, ... ja, genau diesen Keil meine ich, ... werde es morgen mal mit dem Schraubstock ausprobieren, ... sollte das nicht funktionieren, probiere ich Carstens Methode, ... sollte das auch nicht funktionieren, mach ich es so, wie Reinald schrieb, ... das Teil in der Mitte längs durchdremeln.

zum Vorgelege kann ich noch nichts sagen, denn da ist ja das ganze Hauptwellen-Gelump noch im Weg, ... schätze aber, dass es wohl ähnlich aussehen wird, wie das Rückwärtsgangrad und das erstgangrad, ... mächtig Karies.

Viele Grüße,

Daniel

Verfasst: 8. Sep 2008, 23:03
von Reinald
zum Gewindeschneiden dürfte das Teil zu dünn sein, das hat bestenfalls 3mm breite. Davon abgesehen ist es auch gehärtet, da dürfte sich ein handelsüblicher Gewindeschneider schon schwer tun.

my 2 cents,
Reinald

Verfasst: 9. Sep 2008, 00:23
von Daniel
Hi Reinald, ... jau, das befürchte ich auch, ich denke auch, dass ich es mit dem Schraubstock nicht gepackt bekomme, denn es steht nur ca. 1-2 mm aus der Welle raus, ... aber probieren geht über studieren, ... und zur Not: mit dem Dremel hab ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht, ... hab damit schon die Reste vom T-Stück - Öldruckinstrument - aus dem Block gefräst.

;-) Viele Grüße,

Daniel