Seite 5 von 12

Verfasst: 9. Sep 2008, 06:45
von MKIII
Ich pach solche Keile immer mit dem Seitenschneider und hebele sie raus, hat noch keiner gewonnen :) beschädigungen gab es auch noch nie 8)

Verfasst: 9. Sep 2008, 17:59
von Daniel
so, ... hab heute noch mal probiert: Schraubstock geht nicht, weil das Teil zu gering aus der Welle heraussteht, ... da hat mein Schraustock nur gelacht. Seitenschneider fand ich ne Super Idee, hat aber aus den gleichen Gründen auch nicht geklappt, ... dann hab ich nochmals versucht, das Teil mit nem Dünnen Schraubendreher rauszumeisseln: nix, ... für irgendein Gewinde ists tatsächlich zu schmal.

werde am Wochenende den Dremel aktivieren.

nur mal so als Idee: könnte ich nicht theoretisch rechts und links von dem Keil zwei Kupferplatten legen und dann nen Schweisspunkt auf den Keil setzen und was dranschweissen, für mehr "Packan"? oder ist die Gefahr zu gross, dass sich der Keil mit der Welle verschweisst?

Viele Grüße,

Daniel

Verfasst: 9. Sep 2008, 19:54
von alex0469
Wenn du den Keil sowieso nicht mehr benötigst nimm Hammer und Meisel.

Gruß Alex

Verfasst: 9. Sep 2008, 20:39
von Daniel
Hi Alex, ...

die Welle brauch ich schon noch, ... der Keil kostet 45 ct. aber ich frag mich, was für ein Meissel das sein soll, ... das Teil ist ca 2/3 mm stark, ... steh gerade auf dem Schlauch??? gibt es so dünne meissel?

fragende Grüße,

Daniel

Verfasst: 9. Sep 2008, 22:31
von alex0469
Mit einen Flachmeißel ( so was da http://cgi.ebay.de/Meissel-Senker-Durch ... 286.c0.m14 ) paralell zur Welle, oder verstehe ich jetzt was falsch in meiner Erinnerung war da ein in die Welle eingepresster Halbmond aber ich kann jetzt auch auf dem Holzweg sein.

Gruß Alex

Verfasst: 9. Sep 2008, 23:10
von Dani Senn
Halo Daniel, der Keil steht ja in axialrichtung ein bisschen vor. probier mal vorne einen Körner zwischen Keilbahn und Keil zu treiben.Im Normalfall kannst Du ihn so aus der Keilbahn nach hinten rausschlagen ohne dass die Welle schaden nimmt. vielleicht halt einwenig Rostlöser verwenden zum schmieren.
Ich habe sogar schon einen Durchschlag (Splinttreiber) mit passender Breite Flachgeschliffen wie eine Schraubenziehrklinge um solche Keile rauszuschlagen. Ein Schraubendreher funktioniert nicht, da der Griff federt. Der Dorn ist eines meiner Spezialwerkzeugen, welche auch zum Rausgrübeln von abgebrochenen Stehbolzen dienen kann (Chirurgie) :-vh :-vh
Bild
Bild

Verfasst: 9. Sep 2008, 23:25
von Daniel
Hi Dani, ...

jupp, ... werde ich versuchen, ... habe heute bereits einen entsprechenden Dorn gekauft. Das blöde ist halt, dass das ganze Gehäuse noch dran hängt, ... da kommt man echt schlecht an die Stelle dran.

@Alex, wenn ich mit nem Meissel parallel zur Welle hantiere, dann werd ich den wohl nur abscheren und somit nichts gewinnen, denn der Keil macht keinen gehärteten Eindruck, ... mit der Zange oder dem Seitenschneider zergeht das Teil einfach so.

werd die Tage mal weiterprobieren, ... ärgerlich finde ich halt nur, dass es ein 45 ct. Teil mal wieder schafft, das ganze Projekt um Wochen zu verzögern, zumal ich eigentlich maximal alle zwei Wochen für nen Wochenende Schrauben kann, ...

naja: dat leben is kein Ponyhof ;-)

Viele Grüße,

Daniel

Verfasst: 10. Sep 2008, 19:40
von Daniel
so! Heute hatte ich die Faxen dicke.

zuerst den Dorn vorne geschliffen und dann gib Ihm, ... aber nix gib Ihm, ... der Keil hat sich keinen mm bewegt, zum Schluss war der Dorn krumm wie ein Flitzebogen und man hörte den Keil deutlich vor Schadenfreude lachen.

Dann hab ich mir nen grösseren Meissel genommen, und den überstehenden Teil vom Keil einfach weggemeisselt, ... "leck mich...", dachte ich. So konnte ich jetzt wenigstens das Lager nach hinten abziehen und die Hauptwelle aus dem Getriebe entfernen und die ganzen Zahnräder fein säuberlich auf einer Alustange aufreihen, so dass ich jetzt zumindest die Welle frei hab und die Tage dann halt mit den Dremel die Keilreste rausoperieren kann.

Zum Zustand des Vorgeleges: da das mein erstes Getriebe ist, welches ich überhole, kann ich den Zustand der Gradverzahnung für den Rückwärtsgang nicht wirklich beurteilen, ... es sind jedenfalls verschleissspuren zu sehen:
Bild
Bild
Bild
Bild

die Synchroneinheit erster Gang mit der entsprechenden Verzahnung Rückwärtsgang sieht jedenfalls übel aus:
Bild
Bild

Das Rückwärtsgangrad sieht entsprechend aus, ... das liegt allerdings noch im Gehäuse auf der Werkbank und daher hab ich davon jetzt kein Foto gemacht.

was meint Ihr zum Vorgelege? ist das noch verwendbar?

Viele Grüße,

Daniel

Verfasst: 10. Sep 2008, 21:29
von Joerg
Hallo Daniel,

da hast du Glück gehabt! Das Vorgelege ist i.O.
Wobei: auf dem ersten Bild, ist das ein Riß im Zahn?
Die Verzahnung vom Rückwärtsgang ist ab Werk ziemlich grob bearbeitet. Ein Fahrzeugbau-Ingenieur hat mir mal erzählt, dass die Verzahnung für eine Lebensdauer von ca. 100km ausgelegt ist...

Die abgebröselten Ecken an der Synchroneinheit sind leicht unschön, könnten aber schlimmer sein. Die Teile gibt es allerdings nicht mehr neu. Bei Rimmer je nach Zähnezahl 36€ bzw 46€ gebraucht.
Das Rückwärtsgangrad gibt's in beiden Ausführungen neu.


Gruß

Jörg

Verfasst: 10. Sep 2008, 21:38
von Daniel
Hi Jörg, ...

dank für die Info, ... beruhigt ungemein, ... das Teil auf Bild eins ist ein Fussel von der Fußmatte, auf der ich das Teil zwischengelagert hatte.

Viele Grüße,

Daniel

Verfasst: 10. Sep 2008, 22:31
von Joerg
Hallo Daniel,

hier mal ein paar Impressionen aus meinem Getriebe:
Bild
Bild

Einen Tipp noch für den Einbau vom Vorgelege: nimm die alte Welle und schneid sie mit der Flex auf eine Länge von ca. 176mm, so dass sie gerade noch von oben ins Gehäuse einsetzbar ist. Kanten schön anfasen, und fertig ist der layshaft dummy. Und die Anlaufscheiben sind auch schön fixiert.


Gruß

Jörg

Verfasst: 10. Sep 2008, 23:32
von Daniel
autsch, Jörg, ... Dein Vorgelege hat aber ordentlich was abbekommen, ... mein Rückwärtsgangrad sieht ähnlich aus.

gibts das Vorgelege noch neu?

Viele Grüße,

Daniel

Verfasst: 10. Sep 2008, 23:42
von Joerg
Hi Daniel,

vom Vorgelege gibt es zwei Ausführungen. Die unterscheiden sich in der Zähnezahl des Rückwärtsgangrades. Ich hatte Glück im Unglück, meine Version ist als Nachfertigung lieferbar.
Wenn man die andere, nicht mehr lieferbare Version hat, gibt es zwei Möglichkeiten:
entweder gebrauchtes Teil finden, oder Vorgelege, Rückwärtsgangrad und Schaltmuffe 1./2. Gang austauschen.

Schau mal bei Rimmer, da sind auch die Zähnezahlen vermerkt. Damit kann man die Teile eindeutig identifizieren.

Ich habe mein Vorgelege bei B aus L bestellt. Dort ist man der Meinung, dass es nur eine Version gibt :roll: Und das, obwohl die auch Nachdrucke von BL Teilekatalogen verkaufen :shock:


Gruß

Jörg

Verfasst: 21. Sep 2008, 17:53
von Daniel
Hallöchen zusammen, ...

wollte mal kurz den Zwischenstand kundtun: um es kurz zu machen, ich bin noch keinen Schritt weiter, dieser Keil ist anscheinend mit der Welle kaltverschweisst, jedenfalls hab ich ihn immer noch nicht draussen.

hier versuche ich mittels einer Feile den Durchmesser der Trennscheiben auf ein adäquates Maß zu bringen:
Bild

immer noch zu gross, aber nen Stück tiefer gehts schon:
Bild

und dann nach und nach die Seitenwände mit nem Scharfen Meissel von der Welle trennen, was aber leider nicht so einfach ist, wie ich dachte.
Bild

also: ich bleib am Ball mit Schwermetall, ... zur Not gibts die Welle bei Rimmer ja noch zu kaufen.

;-) Viele Grüße von der Welle,

Daniel

stay tuned!

Verfasst: 23. Sep 2008, 23:00
von Joerg
Hallo Daniel,

bei mir läuft es auch nicht so glatt wie gewünscht.
Das neue Vorgelege ist vermutlich an der Verzahnung des ersten Gangs falsch gefertigt. Dadurch klemmt das ganze Getriebe. Jetzt muss ich die Eingangs- und die Hauptwelle wieder ausbauen. Da ich die neuen Lager nicht ruinieren will, muss ich erst einen Abzieher bauen. Dann das Vorgelege reklamieren, ein neues einbauen, hoffen...

Ein Trauerspiel mit den nachgefertigten Teilen. Bei der Fertigungsqualität der originalen Getriebeteile glaubt man kaum, dass sowas schönes von BL kommt. Und dann bekommt man den nachgefertigten Mist :evil:

Aber ich bleibe dran.


Gruß

Jörg