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Verteilerkappe geschmolzen
Verfasst: 25. Jul 2007, 20:04
von HolgerS
Habe bei meinem Triumph Dolomite Motor Zündkabel, Zündkerzen, Kondensator und Verteilerfinger gegen hochwertige Neuteile getauscht und die Zündung sauber eingestellt. Seitdem lief der Wagen ganze 160km, wobei es mit jedem km schwieriger wurde, den Motor unter 3000rpm sauber am Laufen zu halten. Dachte erst aufgrund der eingestellten Zündung an ein Problem mit den Vergasern doch bei der Fehlersuche entdeckte ich, dass das Kabel von der Zündspule kommend in der Verteilerkappe wegschmolz und diese auch nach innen durchschmelzen ließ. Habe zwar noch Ersatz da, kann mir die Sache aber nicht erklären und plane in knappen 50 Stunden einen 3000km Trip mit dem Triumph. Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte?
Verfasst: 25. Jul 2007, 20:24
von tdgross
Hallo Holger
So ganz spontan wurde ich auf ein Kontacktproblem schliessen. Kann vom nicht richtig aufgesteckten Kabel über fehlerhaften Finger(habe auch einen mangelhaften Finger hier rumliegen), extrem ausgeschlagener Welle bis hin zum fehlerhaften Zündkabel sein.
Ich würde morgen/jetzt erst mal die alten Kabel wieder drauf machen, einen andere Kappe/Finger draufsetzen und ausgiebig testen.
Grüße
Tobias
Verfasst: 25. Jul 2007, 21:27
von BigP
Ich tippe auf ein rein mechanisches Problem. Elektrisch kann da eigentlich nix schmelzen im Hochspannungskreis, dafür sind die Ströme zu gering. Möglicherweise reibt der Finger irgendwo in oder an der Kappe? Sitzt der Finger zu hoch oder höher als der alte? Ist die Kappe niedriger als die alte? Schleifspuren?

Verfasst: 25. Jul 2007, 21:31
von HolgerS
Mechanisch kann das nicht sein, da die Verteilerkappe beim Dolomite Sprint Motor einen seitlichen Kabelausgang hat und die Kappe entlang der Kabelführung des Zündspulenkabels komplett aufgeschmolzen wurde und die Glasfaser im Kabel auch auf den ersten 5cm weggeschmolzen ist.
Kontaktproblem könnte sein, aber kann bei den minimalen Strömen das ganze Bakelit wegschmelzen?
Verfasst: 26. Jul 2007, 07:06
von tdgross
Hallo Holger, Hallo BigP
Ich glaube da liegt ein Mißverständnis vor, ich meinte keine zu großen Ströme, den dann müßten die äusseren 4 Kontackte der Kappe ja auch im gewissen grade deformierungen erlitten haben.
Ich kanns mir eigentlich auch nicht vorstellen das ein kleiner Funke das Bakelit schmoren läßt. Andersrum wenn da ein Kontaktproblem am Ende vom Silikonkabel ist und der Funke ich sag einfach mal 1cm lang ist..... Ich meine der Funke ist ja fast immer da, die Wärme kann nur ans umliegende Material abgegeben werden. Die Wärmeabfuhr dürfte da recht schlecht sein und das auf eine Zeit X. Anders kann ich mir ein so starkes verschmoren nicht erklären und werksneue fehlerhafte Kabel gibts leider

.
Grüße
Tobias
Verfasst: 26. Jul 2007, 13:54
von HolgerS
Die Sache wird immer dubioser. Nachdem ich nun Kabel + Verteilerkappe nochmals gegen Neuteile austauschte und die Vergaser synchronisiert habe, läuft der Triumph nun nur noch bis 4000rpm. Darüber bricht er zusammen und dabei die die 16V-Maschine mit eingentlich eine super Drehorgel......Hat noch jemand eine Idee, was nun schon wieder los ist?
Verfasst: 26. Jul 2007, 13:59
von alex0469
Hast du mal den Schließwinkel gemessen ?
Gruß Alex
Verfasst: 26. Jul 2007, 16:31
von HolgerS
Schließwinkel OK und diverse Gradverstellungen ausgetestet, Zündspule OK und auch mit einer anderen getestet, Verteilerfinger & -kappe und Zündkabel neu und durchgemessen, Massekabel geprüft, Vergaser getestet (bekommen genug Sprit, arbeiten mechanisch gleichmässig und einwandfrei), alle Kabel und Kontakte überprüft - gebracht hat all das nichts und die Karre läuft kein Meter normal. Ab 2-3000 Touren geht das ruckeln schon los und ab 4000rpm geht gar nichts mehr. Nur im Stand läuft er sauber. Das einzig auffällige gegenüber vorher war, dass der Öldruck beim Gasgeben nicht mehr ganz so schnell ansteigt und parallel hatte ich den Kopf kurz planen lassen. Aber das sollte doch keine Auswirkungen auf den oberen Drehtzahlbereich haben, oder?
Verfasst: 26. Jul 2007, 17:01
von Dani Senn
Zum Planen musst Du ja die Kette runter nehmen, ist die wieder richtig montiert worden ' stimmdie Ventilsteuerzeit (Kurbelwelle-Nockenwelle)
Verfasst: 26. Jul 2007, 17:33
von HolgerS
Ja, daran hatte ich auch schon gedacht. Die Einstellung ist aber exakt nach OT Zylinder 1 wieder zusammengesetzt worden.
Verfasst: 26. Jul 2007, 19:53
von Dani Senn
sofern es keine Tunningwelle war, ohne den

zu spielen, wurde die Einstellung vor der Demontage kontrolliert und markiert. Hier bei uns wurden damals ganz gerne die Nockenwellen getauscht weil das ohne grosse Aenderung ein paar PS brachte. Immerhin war der Dolly damals ein beliebtes Rennauto für Privatfahrer. Der damalige Importeur ( Emil Frey) hatte sogar eine eigene Rennabteilung, welche einige Jahre den Schweizermeister bei den Serientourenwagen stellte.
Verfasst: 26. Jul 2007, 20:05
von superspitchris
Benzinpumpe O.K.?
Verfasst: 26. Jul 2007, 20:35
von HolgerS
Das mit der Tuningwelle versuche ich morgen noch herauszufinden, da wir bei den Einstellungen vom Serienzustand ausgingen. Benzinpumpe ist es nicht, da ich sogar die Vergaser beim Testen mal direkt an einen auf dem Vinyldach stehenden Kanister angeschlossen hatte? Wäre zu schön, wenn eine Tuningwelle der Auslöser war.....
Verfasst: 26. Jul 2007, 21:02
von superspitchris
Wie alt ist denn der Kondensator der Zündung? Das ist ein sogenannter Funkenlöschkondensator,ist der hinüber fängt der Motor irgendwann an zu stottern und zu spotzen
Das mit der verschmorten Kappe , hatte ich am Spiti auch schon mal, das lag an dem rausgerutschten Kabel von der Spule,die Kappe war geschmolzen, ebenso das Kabel und der Stecker war angelaufen von der hitze
Gruss Chris
Verfasst: 27. Jul 2007, 00:30
von Tauscher
Hallo,
HolgerS hat geschrieben:...gebracht hat all das nichts und die Karre läuft kein Meter normal. Ab 2-3000 Touren geht das ruckeln schon los und ab 4000rpm geht gar nichts mehr. Nur im Stand läuft er sauber. ...
Hört sich an, als ob ich ein ähnliches Problem habe.
Bei 2000 touren fängt es an und ab 3000 geht nix mehr.
Ich würde es bei mir nicht als ruckeln bezeichnen, finde aber auch keine passendere umschreibung. Man spürt und hört deutlich, dass etwas im Motor dagegen arbeitet.
Ich würde bei mir auf die Zündung tippen. Entweder sie zündet zu früh oder viel zu spät. Da ich aber auf diesem Gebiet ein absolutes Greenhorn bin, und Ferndiagnosen bekanntlich schwierig sind, fände ich es echt klasse

wenn sich das jemand vor Ort anschauen könnte.
In Ebenweiler war noch alles in Ordnung. Jetzt, nach 4 Wochen in der Garage (wegen Klausuren), funktionierts auf einmal nichtmehr.
Gruß Tobi