Achsträgerbruch im Schwenklager

Alles rund um die hohe Kunst der Schaltakrobatik sowie Instandsetzung der Getriebeeinheit und Achsen

Wer hatte bisher einen Bruch eines vorderen Achsträgers

Ist mir selbst passiert
7
13%
Kenne jemanden namentlich
6
11%
Bisher keine Probleme
40
75%
 
Abstimmungen insgesamt: 53

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Tobi_NRW
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Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von Tobi_NRW » 30. Jun 2020, 14:44

Wie häufig ist das?
Triumph Spitfire 1500, schwarz, Baujahr 78, Overdrive, Dunlop 1144.

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oldman
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Re: Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von oldman » 30. Jun 2020, 16:23

...ist ein SCH... GEFÜHL.... :Andi:

Gruss vom alten Mann
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Andi
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Re: Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von Andi » 30. Jun 2020, 19:13

Och,hatte ich noch nie aber der Bolzen hinten ist mir mal abgebrochen.In einer Kurve.
Stand ich quer vorm Gegenverkehr.Auch nicht lustig.

Andere Frage-oft gehört und auch gesehen mit dem gebrochenen Schwenklager aber nur einmal das es während der Fahrt geschehen ist.Der landete links im Graben.
Alle anderen beim rangieren,ausparken und ähnliches.Also fast im Stand.
Wem ist das während der Fahrt passiert?
Wer keine Punkte in Flensburg hat hat endweder Glück gehabt oder behindert den fließenden Verkehr.

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oldman
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Re: Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von oldman » 30. Jun 2020, 19:24

...mir...

...bei der Ausfahrt aus einem Verkehrskreisel...

Zwanzig Minuten den Kreisel blockiert bis der Abschlepper gekommen war und mich mit Mühe, ohne den frisch restaurierten Wagen all zu sehr weiter zu beschädigen, auf den Hänger ziehen konnte.

Gab halt Probleme, da der Rahmen sich in den Teerbelag gerammt hatte. Der Wagen wurde dann mit einem Rangierwagenheber Stück für Stück auf den Abschlepper gezogen.

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Re: Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von Markus Simon » 30. Jun 2020, 21:21

mir 2 Mal :oops:
beides mal zum Glück bei unter 30km , einmal sogar mit Ankündigung (Quischt/Schleifgeräusch - Schwenklager an Bremsscheibe)
Trotzdem fahr ich seit über 250 000km mit immer gut gewarteten "Originalteilen" problemlos durch die Lande .

….mir hat es aber auch schon beide hintere Antriebswellen abgeschert(Kreuzgelenkgabeln aufgebrochen) - also ich hab schon jedes Rad einmal verloren...…bin also durch :Harry:
Gruß Markus
-----------------------------------------------
Zitat Walter Röhrl:
"Untersteuern ist, wenn man den Baum zuerst sieht, Übersteuern , wenn man den Baum zuerst hört!"

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Harry
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Re: Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von Harry » 30. Jun 2020, 23:37

Fehlt nur noch der durchgerosstete Kofferraumboden um das 5. Rad zu verlieren. :wink:

mfG
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Re: Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von Brüchi » 1. Jul 2020, 09:05

Ist mir bis jetzt 1x bei meinem ersten Spiti passiert. Also mit unbekannter Laufleistung/Pflege.
Da habe ich in Kurven Schleifgeräusche gehört ( Bremsscheibe gegen Bremssattel).
Kam mir schon seeehr komisch vor. Habe dann im nächsten Ort auf einer übersichtlichen Strasse, ohne Gegenverkehr und auch niemand hinter mir absichtlich starke Schlangenlinien gefahren. Wollte ich. Schon bei der zweiten Lenkbewegung war der Zapfen ab.

Bei meinem jetzigen Spiti hatte ich einmal einen verbogenen Zapfen/Achsschenkel). Hab ich nur durch Zufall entdeckt, da der Wagen vorne aufgebockt war. Ein Jahr vorher war natürlich noch alles in Ordnung und ich hatte keinerlei "Fremdkontakt".
Am ausgebauten und gereinigten Achsschenkel konnte man dann keinerlei Risse erkennen, er war halt ganz einfach deutlich sichtbar verbogen. Eine professionelle Rissprüfung hab ich mir dann erspart.
....little car, big fun...

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Mangouman
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Re: Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von Mangouman » 1. Jul 2020, 12:08

Harry hat geschrieben:
30. Jun 2020, 23:37
Fehlt nur noch der durchgerosstete Kofferraumboden um das 5. Rad zu verlieren. :wink:

mfG
Harry
...oder lose Nabenschrauben und das 6te Rad wird gemopst. :wink:
<> Königlich Bayerisch <>

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Re: Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von Andi » 1. Jul 2020, 13:03

Marcus-Vielfahrer wie ich.Da passiert schon mal etwas mehr als bei den üblichen Schönwetterdrivern.
Wobei mich meine Kiste eigendlich fast immer nach Hause gebracht hat.
Bis auf das eine mal mit dem Achsträger,da konnte ich nach Haus laufen und Werkzeug/Teile holen.
Wer keine Punkte in Flensburg hat hat endweder Glück gehabt oder behindert den fließenden Verkehr.

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Rolf
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Re: Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von Rolf » 1. Jul 2020, 13:10

@Brüchi
"Bei meinem jetzigen Spiti hatte ich einmal einen verbogenen Zapfen/Achsschenkel). Hab ich nur durch Zufall entdeckt, da der Wagen vorne aufgebockt war. Ein Jahr vorher war natürlich noch alles in Ordnung und ich hatte keinerlei "Fremdkontakt".
Am ausgebauten und gereinigten Achsschenkel konnte man dann keinerlei Risse erkennen, er war halt ganz einfach deutlich sichtbar verbogen. Eine professionelle Rissprüfung hab ich mir dann erspart."

Das hatte ich auch schon mal. Mein Spiti stand irgendwann mal vorne rechts etwa 1,5 bis 2 cm höher als links (Abstand Unterkante Radausschnitt zum Erdboden). Meine Überprüfung ergab das Gleiche wie bei dir: Achsschenkel zum Motor hin verbogen.


Grüße
Rolf
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Re: Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von LaVitesse » 1. Jul 2020, 14:32

Hallo zusammen,

ich fasse das Meinungsbild mal wie folgt zusammen:
1) Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer hat persönlich noch keine Bruchprobleme mit dem Trunnion gehabt.
2) Der eine oder andere "Altvordere", der einen Spiti noch als "Gebrauchtmöhre" (vor dem Eintritt in den Klassikerhimmel) gefahren hat, kennt die Problematik des abgerissenen Vorderrades aus eigenem Erleben.
3) Regelmässige und Ausreichende Pflege scheint die Lebensdauer der Trunnions deutlich zu verlängern.

Ich ziehe folgenden Schluss:
Das Risiko des wegbrechenden Trunnions ist aktuell eher als gering einzuschätzen, da die ungepflegten Spitis heute eher nicht mehr fahren und die heute noch fahrenden Spitis eher gepflegt sind.

Ich persönlich würde das Risiko, die ABE durch den Einbau einer stark modifizierten Vorderradaufhängung zu verlieren und dadurch in die Illegalität zu rutschen, vor diesem Hintergrund nicht eingehen wollen.

VG
Marcus
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oldman
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Re: Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von oldman » 1. Jul 2020, 17:36

@laVitesse...


...bei mir war es keine "alte Möhre" sondern ein frisch restaurierter Wagen, bei dem die Vorderachse als auch die Hinterachse überholt wurde.

Die Teile - Vertikal - Link war ein Ende der 80er Jahre gekauftes "Neuteil" - so wurde es mir von einen Händler verkauft.

Da das Teil erst 91 verbaut wurde, war dann halt keine Garantie mehr darauf.

Danach hatte ich ein Vertial-Link aus UK verbaut - und ich denke mein Kollege fährt diesen immer noch.

Mittlerweile fahre ich einen GT6 und das Risiko, bei dem Mehrgewicht auf der Vorderachse, wollte ich keinen "normalen" Vertikal Link mehr einbauen

Leider gibt es davon keine "NOS" Teile mehr; wenn Sie mal angeboten werden, dann zu Preisen, die jenseits von "Gut und Böse" und eine Garantie ob das wirklich um NOS-Teile handelt.

Gruss vom alten Mann
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Re: Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von Rolf » 1. Jul 2020, 17:54

"Ich ziehe folgenden Schluss:
Das Risiko des wegbrechenden Trunnions ist aktuell eher als gering einzuschätzen."

Das sehe ich völlig anders. Und gebe Oldman recht.

Die serienmäßigen Trunnions sind eine lebensgefährliche Schwachstelle, die sich durch die Teile von Canley leicht eliminieren lässt.

Hast du Frau und Kinder? Dann denk mal über deine Verantwortung nach. Ich setze mich dem Risiko eines während der Fahrt brechenden Achsschenkels jedenfalls nicht aus.

Und viele andere denken wohl auch so.

Grüße
Rolf
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Re: Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von mpanzi » 1. Jul 2020, 18:58

Bei mir ist es passiert, als ich zur Feuerwehr bei uns im (damaligen) Ort fuhr. Wollte gerade auf den Hof fahren, also es einen richtigen Rumms gab. Hab gar nicht gleich kapiert, was passiert war, aber es dann schnell rausgefunden. Vorne Rechts hing das Auto sehr tief.

In der Feuerwehr eine Ameise geholt, vorne rechts hochgehoben, auf ein Rollbrett abgestellt und so die 500 Meter nach Hause gefahren.

Abgebrochen ist das Teil, welches sich in der Buchse dreht - die Schraube. Und zwar genau am oberen Ende - also eigentlich ausserhalb der Buchse. Somit kann das eigentlich nicht wegen Schmierung oder so gewesen sein. In Verdacht habe ich einen Gegenstand, über den ich am Abend vorher drübergefahren bin. Keine Ahnung, was es war, habs erst sehr spät gesehen und es hat jedenfalls ganz schön gescheppert. Zu Hause bei Licht war aber nix zu entdecken - Reifen in Ordnung, Felge in Ordnung.

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Re: Achsträgerbruch im Schwenklager

Beitrag von Rolf » 1. Jul 2020, 21:02

"Abgebrochen ist das Teil, welches sich in der Buchse dreht - die Schraube. Und zwar genau am oberen Ende - also eigentlich ausserhalb der Buchse."

Mit Schraube meinst du wahrscheinlich das Gewinde am unteren Ende des Achsträgers, das sich im Messingschwenklager dreht.

Aber das ist so doch völlig normal. Wenn es bricht, bricht es immer dort, am oberen Ende des Gewindes.

Grüße
Rolf
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