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Ventile erneuern oder nicht ?

Verfasst: 19. Nov 2007, 15:48
von olaf s
Hallo,
habe meinen Motor komplett demomtiert ( Spit 1500 )
Würdet Ihr die Ventile erneuern oder nur neu einschleifen ?
Die Ventile sind bis auf Ablagerungen o.k. also nicht schief.
Die Ablagerungen sind allerdings richtig hartnäckig.
Gruß
Olaf

Verfasst: 3. Dez 2007, 21:25
von Juergen Schroeder
Hallo,
im Prinzip könntest Du die Ventile nach Entfernen der Ablagerungen wiederverwenden. Allerdings könnten kleine Kratzer vom Entfernen der Ablagerungen irgendwann zu Sollbruchstellen werden (die Kratzer kann man man aber auch wegpolieren). Mit richtigem Werkzeug kann man die Kratzer natürlich auch vermeiden (das Werkzeugmaterial muß weicher sein als das Ventil, z.B. Messing oder Kunststoff)....
Die Standardventile sind wenn ich mich richtig erinnere, gar nicht so teuer (~8 €/Stück). Unter Preis/Risiko/Aufwandsgesichtpunkten würde ich persönlich daher eher neue Ventile und je nach Spiel auch gleich neue Ventilführungen einbauen (lassen).
Viele Grüße,
Jürgen

Verfasst: 4. Dez 2007, 08:00
von Brüchi
Hallo Olaf
Ich würde die Ventile und ( noch wichtiger!) die Ventilführungen erneuern.
Das Einschleifen der alten oder neuen Ventile ist selbstverständlich, je nachdem wie die ventilsitze ausssehen würde ich auch die Ventilsitze nachfräsen lassen.
Ablagerungen auf den (ausgebauten) Ventilen mach ich so weg:
Vorsichtig in eine Bohrmaschine einspannen (zu lose: Ventil könnte sich lösen, zu fest: könnte es leichte Macken geben).
Dann lass ich das Ding laufen und halte Schleifpapierstreifen dran.
Zuerst etwas gröber, so 100er Körnung, dann Mittel, so ca. 300er, dann ganz fein, so 600 - 800 Körnung.
Logischerweise schleift man NICHT am Ventilsitz und am Ventilschaft im Bereich der Ventilführung (höchstens ganz kurz mit 600 - 800 Körnung mit ÖL)

Grüßlis, Brüchi

Verfasst: 4. Dez 2007, 08:11
von alex0469
Die Ölkohle geht auch super mit Backofenreiniger weg am besten darin Einlegen und dann im Backofen auf 80 Grad bringen.
Danach noch Bohrmaschine mit 800er und ein bisschen Öl oder Wasser, wenn du die Ventile wieder einbauen willst unbedingt vorher so markieren ( zumbeispiel leicht mit einem Körner ) das du weißt welches Ventil wo in welcher Ausrichtung drinn war dann geht das einschleifen einfacher und die Dinger passen in die entsprechende Ventilführung.


Gruß Alex

Verfasst: 4. Dez 2007, 19:59
von Dani Senn
Alex Körnern, Boaaaahhhhhh.

Mach es besser so: Zylinderkopf Vorne, wo Wasserpumpengehäuse angeschraubt ist. = 1 Zylinder.
Schuhschachtel nehmen, mit Filzstift markieren Vorne =1 Zylinder
8 Löcher machen und Ventile reinstecken EX/IN/EX/IN/IN/EX/IN/EX
Der Vorteil, die Schachtel steht stabil auf dem Werkbank und ist mehrmals zu gebrauchen.

Verfasst: 4. Dez 2007, 20:48
von Andi
Dani,wir in Deutschland nehmen Eierkartons,die Mädels rücken die Schuhschachteln nicht raus.

Verfasst: 4. Dez 2007, 20:54
von Dani Senn
Und bei uns die Hühner die Eierkarton's ( Eiertrockli) nicht :LLLLOL:

Verfasst: 5. Dez 2007, 07:21
von alex0469
:oops: :oops: Echt ich hab das von nem alten Motorinstandsetzter so gezeigt bekommen aber der macht auch nur größere Güldner Dieselmotoren --- ich glaub nur der Eierkarton überlebt den Backofenreiniger und den Ofen nicht. Muß ich mir jetzt wegen der Ventile in meinem Motor gedanken machen ?:roll: :roll:

Gruß Alex

Verfasst: 5. Dez 2007, 08:22
von Brüchi
Hi Dani
Den Tipp mit dem Ventilteller markieren durch ankörnen kenn ich auch, hab das auch vom Motoreninstandsetzer gehört und mach das auch so.
Ich hau da aber logischerweise kein 1 mm tiefes Loch rein!
Bevor die Ventile ausgebaut werden markiere ich die Einbaulage mit einem LEICHTEN Körnerschlag. So weiss ich auch nach der Reinigung die Einbaulage des Ventils.

Wie markierst Du denn das Ventil beim nachschleifen?
Laut Motoreninstandsetzer soll man das Ventil ja nicht ganz " durchdrehend" einschleifen, sondern von der Einbaulage aus immer nur etwas hin und her. Deshalb sollte man die Ventile ja auch nicht mit nem Akkuschrauber o.Ä. einschleifen, sondern z.B. mit diesem "Holzstock" (weesde wat ick meene???) Damit kann man ja das Ventil dann ca. 30 Grad hin - und her bewegen.

Also, wie machst Du das?
P.S. ich gehe natürlich davon aus, dass wir hier vom NACHschleifen reden. Neue Ventile auf neuem Ventilsitz kann man anscheinend problemlos "durchdrehend" einschleifen.
Wie markierst Du denn die Ventile, damit Du weisst welches Ventil in welchem Sitz und in welcher Stellung steckte?

Grüßlis, Brüchi

Verfasst: 5. Dez 2007, 09:04
von MKIII
Brüchi hat geschrieben:...Wie markierst Du denn das Ventil beim nachschleifen?
...Wie markierst Du denn die Ventile, damit Du weisst welches Ventil in welchem Sitz und in welcher Stellung steckte?....

Na er sortiert die Ventile in der Ausbaureihenfolge in einer Vorrichtung mit 8 aufeinanderfolgenden Löcher :wink: beim wiederzusammenbau nimmt er das erste Ventil ganz links und steckt es in den Zylkopf an die erste Stelle ganz links usw :oops:

Verfasst: 5. Dez 2007, 09:10
von alex0469
Es geht darum das die Ausrichtung gleich bleibt was also im Kopf nach vorne war soll wieder nach vorne um weniger einschleifen zu müssen.

Gruß Alex

Verfasst: 5. Dez 2007, 09:20
von Brüchi
NORBERT, Du helles Köpfchen :GRRRR:
Ich meine doch die EinbauLAGE des Ventils, also welche Seite zeigt z.B in Richtung Vergaser. In dieser Lage haben sich ja der Ventilschaft und Ventilführung gegenseitig etwas eingeschliffen und genau so sollte das Ventil auch wieder montiert werden.

Ich mach das halt so, wer es anders machen will darfs gerne anders machen. Jedenfalls dreht sich das Ventil wohl nicht, denn zumindest bei einem Zylinderkopf konnte ich 's kontrollieren: da waren die Körnermarkierungen nach ca. 20.000 KM immer noch in der richtigen Richtung.

Grüßlis, Brüchi

Verfasst: 5. Dez 2007, 09:57
von MKIII
Es gibt bei Motoren verschiedene Einrichtungen die das Ventil bei jedem Hub etwas verdrehen. OK bei unseren Bauernmotoren ist das nicht zwangsläufig der Fall, offenbar drehen die sich garnicht, aber deshalb die genaue Position wieder so einstellen, Nee das macht nun wirklich keinen Sinn :roll:

Verfasst: 5. Dez 2007, 10:28
von Harry
:mrgreen:

"...
Bei leichterer Ventilundichtigkeit werden auch noch manchmal die Ventile von Hand eingeschliffen. Unter das Ventil wird eine Spiralfeder gestetzt, die das Ventil selbsttätig vom Sitz abhebt. Es ist selbstverständlich, daß man beim Einschleifen die Bohrwinde nicht im Kreis herumdrehen darf, sondern sie etwa eine Vierteldrehung hin und her drehen muß, um ein möglichst gleichmäßiges Einschleifen zu erzielen. Macht man alsdann eine Pause, so hebt sich das Ventil von seinem Sitz ab, und man versäume nun nicht, das Schleifmittel aufs neue zu verteilen oder zu ersetzen. Falls der Ventilteller keinen Schlitz aufweisen sollte, in den der Schraubenzieher eingesetzt werden kann, dann hält man das Ventil mit einem Holzhandgriff, an dessen Ende ein Gummisaugnapf angesetzt ist, der den Ventilteller durch Saugwirkung faßt.
Schwarze Flecken auf den Ventilsitzen zeigen undichte Stellen an, man muß daher so lange schmirgeln, bis die Stellen völlig verschwunden sind.
Gut eingeschliffene Ventile zeigen am Ventilkegel und Ventilsitz eine gleichmäßig graue Farbe.

..."(1955)

mfG
Harry

Verfasst: 5. Dez 2007, 12:10
von superspitchris
Die Ventile drehen sich auch in unseren Motörchen! Mein Gt6 Motor hat dazu auf der Auslasseite extra 2 Teilige Federteller um wejen die Hitze und so, so ganz genau hab ich das auch nicht begriffen, aber mein Motorenbauer sagt des isch so und irgendwo stehts sogar in der Betriebsanleitung beschrieben
Gruss Chris