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Ausmotten und Vorbereitung für HU AU

Verfasst: 11. Mär 2008, 18:11
von Tide
Ich brauche mal bitte ein paar Tips bei der Vorgehenserweise in Phase I: "Aufwecken aus Dornröschenschlaf"

Nachdem der Wagen jetzt drei Jahre unbenutzt dafür aber gut gelüftet und trocken in der Garage stand, möchte ich ihn für diese Saison wieder fit machen. Das beinhaltet natürlich auch AU und TÜV (06 abgelaufen).
Gemacht habe ich relativ wenig, da ursprünglich keine mehrjährige Einlagerung geplant gewesen war. Also nur das Standardprogramm: Batterie ausbauen, Luftdruck erhöhen, Ölwechsel, Tank voll, warm abstellen, äußerlich Konservierungsöl auftragen, Dach zu, Fenster auf und hin und wieder Kupplung bzw. Bremse treten etc.

Die Liste soweit: Zündkerzen entfernen u. prüfen, Caramba in Brennraum füllen, einwirken lassen. Motor per Hand durchdrehen. Motoröl ablassen, frisches 20W50 einfüllen. Batterie anschließen, Anlasser betätigen. Verteiler auf kontaktlose Ignitor umrüsten. Sichtprüfung Benzin. Kühlwasser checken. Schwimmerkammer reinigen, Dämpferöl prüfen.
Motor anlassen u. warmlaufen lassen. Zündung einstellen (ggfs Verteilerkappe, Zündkabel u -Kerzen ersetzen).
Vergaser einstellen.
Elektrik überprüfen, da Scheinwerfer müde funzeln.
Fettpresse und Ölpumpe auspacken.

Benötigte Teile: Ignitor, Zündpistole, Colortune Kerzen, Synchronisiergerät, Kühlmitteltester, Betriebsstoffe und Verschleißteile.

Soweit ich sehe, sollte das alles sein. Es sei denn, es treten unvorhergesehene Probleme auf...

Bisher erledigt: Zündkerzen entfernt und begutachtet: NGK BP6E S, vorderes Paar relativ "rehbraun" hinteres hingegen sehr schlecht zu lösen und verkohlt. Ergo spritzwandseitiger Vergaser zu fett eingestellt?
Hatte die SUs wg Drosselklappenwelle komplett überholen lassen, Bedüsung ist mir aber unbekannt.
200ml Caramba in den Motor gesprüht. Dumme Frage: wo und wie kommt das wieder raus?

Auch gemerkt habe ich, daß ich mit der Bitumenpampe des Vorbesitzers mittel- langfristig nicht glücklich werde aber das ist eine andere Geschichte (nein noch kein Rost).

Gruß,
Patric

Verfasst: 11. Mär 2008, 20:44
von superspitchris
Jau, Vergaser zu fett, die Düsen sind alle gleich , die Nadeln geben das Gemisch vor, montiert sein sollten beim Standardmotor ABT, steht auf der Nadel drauf. Das Caramba verbrennt, wenn er das erste mal läuft, 200 ml halte ich für übertrieben, macht dem Motor aber nix. Ich würde nach einer ersten Fahrt mal die Kerzen ansehen, und dann den Vergaser der zu Fett eingestellt ist magerer drehen ( Sechskantschraube unten am Düsenstock gegen den Uhrzeigersinn drehen, am besten jeweils eine Kante, dann probieren bis es stimmt) Colortune kannste meiner Meinung nach Vergessen, hat bei mir überhaupt nicht funktioniert. Ich würde dann relativ zügig das Öl wechseln und dann mal zum Einsteller deines Vertrauens fahren, falls es bei dir in der Gegend so was gibt.
Grüssle Chris

Verfasst: 11. Mär 2008, 21:22
von Tide
Ah, danke. Wollte allerdings das Öl vor Inbetriebnahme wechseln, wie Jogi hier unter "Öldruck mit Bohrmaschine aufbauen" beschrieben hat. Gut, es ist zwar nicht warm aber nach 3 Jahren dürfte es sich alles an einem Punkt gesammelt haben :lol:

Mit den Colortunes bin ich mir auch noch nicht ganz sicher aber ich habe keinen Abgastester und die Lambdasondensache wollte ich mir diesmal ersparen.

Wenn ich einen Vergaser etwas magerer stelle, hat das dann nicht Auswirkungen auf den anderen, sprich: Synchronisierung?
Oder bringe ich da wiedermal alles durcheinander?

Verfasst: 11. Mär 2008, 21:47
von Rorei
Hallo Tide,
einfacher ist glaube ich, wenn du die Kerzen entfernst, die Zündspule abklemmst und dann den Motor mit dem Starter durch drehen lässt. Dadurch wird das Öl wieder an alle Stellen transportiert und Druck aufgebaut ( du merkst es an der Drehzahl ). Dann Kerzen wieder rein, Zündspule anklemmen und mit vollem Choke starten. Dann fährst du erstmal einige KM und stellst die Vergaser richtig ein. Ich würde die Ignitor erst einbauen, wenn alles richtig läuft denn dann bist du sicher, das dein Spiti vor der Umrüstung O.K. war falls etwas nicht richtig funktioniert.
Gruß Roland

Verfasst: 11. Mär 2008, 22:00
von Tide
Guter Tip mit dem Verteiler, danke!
Wegen Öldruck: ich habe ein analoges Öldruckanzeige Instrument insofern kein Problem an dieser Stelle :top:

Verfasst: 11. Mär 2008, 22:05
von Daniel
Hi Patric, ...

ergänzend zu Rolands Ausführung würde ich noch sagen: vor dem Wechsel der Zündanlage den Wagen noch warm fahren, ... das macht die Einstellerei dann einfacher, weil er dann besser anspringt :-)

Viele Grüße,

Daniel

Verfasst: 12. Mär 2008, 07:07
von MKIII
Tide hat geschrieben:.......Wenn ich einen Vergaser etwas magerer stelle, hat das dann nicht Auswirkungen auf den anderen, sprich: Synchronisierung?
...........?
Nein

Verfasst: 12. Mär 2008, 08:44
von Reiner
Hi Patric,

bin auch der Meinung, erst mal fahren und sehen ob alles soweit stimmt. Habe neulich meinen, nach langer Standzeit, bei ziehmlich feuchtem Wetter zur Messe gefahren. Das war ein einziges Gehopse und Geschüttle. Nach einigen Kilometern war alles wieder gut und auf der Messe lief er dann völlig ruhig und fehlerfrei. Naja dauert halt bis alles wieder richtig warm ist, die Feuchtigkeit sich wieder verkrümelt.

Verfasst: 12. Mär 2008, 08:56
von Tide
Ich wollte halt ohne Plaketten und außerhalb des Anmeldungszeitraumes nicht unbedingt eine große Rundfahrt machen! Sprich im Garagenhaus und auf der angrenzenden Straße.

Verfasst: 12. Mär 2008, 13:46
von BigP
Nur zur Info: Du hast vor außer Betrieb Nahme einen Ölwechsel gemacht und möchtest nun wieder einen machen? Wieso das denn??? Das Öl bzw. dessen Bestandteile sind einige Millionen Jahre alt :shock: und werden sicher die drei Jahre ohne jegliche Belastung auch schadlos überstanden haben. :lol: Solltest du das Öl wechseln wollen, würde ich vor in Betrieb Nahme das "Alt"öl ablassen. Ich bin der selben Meinung, dass auf diese Weise wesentlich mehr zusammenkommt als bei vorher warm gefahrenem Motor/Öl, denn nach den Jahren hat sich auch das letzte Tröpfchen in der Ölwanne gesammelt. 8)

Verfasst: 12. Mär 2008, 15:24
von Tide
Na ich habe das Öl kurz vor der Pause gewechselt, bin damit aber zwei/drei Wochen gefahren.
Kann man also höchstens bei ebay als "kaum gebraucht, so gut wie neu- Garagenfund!" einstellen. :-vh

Verfasst: 9. Apr 2008, 17:25
von Tide
So, daß hat jetzt nicht ganz so geklappt, wie ich mir das vorgestellt hab :?
Habe heute den Motor erst einige Male ohne, dann mit Zündkerzen angelassen. Sprang relativ schnell an also so nach 8-10 Versuchen was nach 2 Jahren okay ist. Lief zunächst noch sehr unrund aber das gab sich. Habe zunächst mal die Drehzahl etwas höher gehalten und gewartet, daß der Motor warm wird zumindest mithilfe einiger Gasstöße starb er mir auch nicht ab.
Nach zehn-fünfzehn Minuten ihn dann mal mit normaler Leerlaufdrehzahl weiterlaufen lassen und nur vereinzelt am Gaszug gespielt, schien alles i.O.
Irgendwann ging er dann zwar doch schlagartig aus aber mir nichts bei gedacht, hätte ihn besser nochmal starten sollen, naja.

Dann nach Anleitung die alte Zündung demontiert und Ignitor eingesetzt. Keine größeren Probleme. Alle Anschlüsse nochmals kontrolliert, Verteilerkappe richtigrum etc. Batterie wieder angeklemmt und Zündung. Nichts. Sprang nicht an. Mit Choke oder ohne, kein Mucks.
Nochmals die Anschlüsse durchgegangen. Schien soweit nach Anleitung. Probehalber statt von der Zündspule direkt mit dem Ignitor an BattPlus gegangen. Nichts.

Also alles aus- und Kontakte wieder eingebaut.
Dummerweise keine Änderung...
Anlasser dreht und das wars auch.

Benzinfilter begutachtet, ja schon a weng Dreck drin aber als ich die Leitung abzog sprudelte es mir fröhlich entgegen. Benzinpumpe ist eigtl auch noch relativ neu. Muß ich jetzt im Vergaser nach Fehlern suchen?
Da die Starterbatterie inzwischen nachließ und sich Anlasserritzelmäßig sowieso nichts tat, erst mal alles wieder zusammengepackt und back to square one.

Was tun?



:roll:
Gruß,
Patric

Verfasst: 9. Apr 2008, 17:47
von Daniel
Hi Patric: erstmal kontrollieren, ob überhaupt ein Funke an den Kerzen überspringt. Dazu eine Kerze raus, das Zündkabel wieder aufstecken und beim Anlassen mit der Elektrode an den Block halten. Muss einen deutlichen Funken ergeben. und das bei allen 4 Kerzen testen.

Mutige tun das mit den Fingern, ich nehme dazu eine Isolierte Zange.

Viele Grüße,

Daniel

Verfasst: 9. Apr 2008, 17:56
von Tide
Dumme Frage, wo kann ich vom Motorraum aus kurzschließen um anzulassen?

Verfasst: 9. Apr 2008, 18:01
von Daniel
hmja, ... ich hab sehr lange Arme, ... idealerweise zu zweit, oder alternativ gibt es Tastschalter, mit denen Du den Magnetschalter "überbrücken" kannst.


btw: es ist egal, wo Du die Kerze an den Block hälst, und die Distanz Block - Zündschloss ist beim Spitti nicht wirklich weit.

Viele Grüße,

Daniel