Klimperklimper - oder: wie schieße ich mir ein Eigentor ...
Verfasst: 24. Aug 2012, 23:46
Ich hab Nachtdienst, viel Zeit und muss das mal loswerden
...... wie man sich Probleme macht ( die eigentlich keine sind ).
Es war einmal ein MK2 dem die Wasserpumpe tropfte. Nicht übermäßig viel jedoch auf Dauer unschön.
Eines sonnigen Tages begab sich sein Besitzer an die Arbeit und wechselte, Ersatz lag schon länger bereit, kurzerhand das kränkelnde Aggregat. Die Abfolge der zu erldigenden Arbeiten waren wohl bekannt. Kühlwasser ablassen, Schläuche trennen, Kühler ausbauen, Keilriemen abnehmen und so weiter und so fort.
Nach nicht allzulanger Zeit war die Pumpe gewechselt und es stand die Erprobung des schönen, neuen Pümpchen's an. Frohen Mutes brausten Fahrer und Vehikel über die Straßen und ließen sich den 35 Grad warmen Sommerwind um die Nasen wehen und alles schien schön zu sein.
Zurück im Domizil wurde die gute Laune jäh gebremst - die Pumpe war wohl dicht, leider aber nicht die Pumpengehäusedichtung, die selbstverständlich NICHT gewechselt wurde, und so fand sich im gesamten Motorraum der ein oder andere Spritzer süßen Kühlwassers.
Die Abfolge der zu erledigenden Arbeiten ................................
Nach nicht allzulager Zeit ...............................
Da der Tag nun schon recht fortgeschritten war und der fleißige Mechniker schon ein oder zwei hopfige Getränke zu sich genommen hatte, wurde die Fahrt die nun die absolute Dichtheit bestätigen sollte, auf den anderen Morgen verschoben.
Der Morgen kam, die Fahrt verlief wie erwartet erfolgreich und alles schien schön zu sein.
Nun musste man am Nächsten Morgen seine Brötchen verdienen gehen. Kurzerhand schwang er sich in seinen treuen Wagen und brauste los. Nach einiger Zeit, dem Wagen war es warm, dem Steuermann auch, drang bei so mancher Bodenwelle oder Fahrbanunebenheit, natürlich nicht bei jeder, ein metallisches "kling kling" an sein geschultes Ohr.
Der Wagen wurde wärmer und das unheimliche Geräusch trat immer öfter auf - doch schon war die Arbeitsstelle erreicht und der Wagen geparkt.
Selbiges Schauspiel ereignete sich auf dem Weg nach Hause.
Seine angetraute und der Kinder zweiköpfger Schar vernahmen dieses Geräusch bei seiner Ankunft ebenfalls, was den Unmut nur noch vergrößerte.
Eine 30 Minütige Inspektion des Gefährtes von unten ergab - NICHTS. Alles fest und alles da wo es sein soll - sodann entschied man das der Auspuff Quell allen Übels sei, zumal das helle "kling kling" auch nur diesem zuzuschreiben war.
Am heutigen Tage nun fand sich Zeit den Übeltäter vom Fahzeug zu trennen, und im Zuge dieser Prozedur gleich die Kardanwelle zu tauschen, die, erreichte man die 70 kmH Grenze, für erhebliche Vibrationen sorgte. Nachdem die rechtschaffen ölige/schmutzige Welle ausgebaut war, stellte sich jedoch heraus das ein Flansch der Ersatzwelle nicht mit den Schraubenlöchern des Getriebes harmonierten
Alsdann fand die gerade an Tageslicht gezauberte Welle wieder ihren Platz im angenehmen Dunkel der Unterbodens.
Zähneknirschend wurde nun der andere Auspuff, im Laufe der Zeit sammelt sich einiges an, angepasst und an dem Wagen verbaut. Nur noch schnell zum 15ten male die Hände gewaschen, in den Wagen gesprungen und losgebraust, warmgefahren, und siehe da ..................
"KLING KLING"
Und wenn sie nicht gestorben sind - sind sie nicht !
Angehalten, Motor laufen lassen, Kippe raus, Haube uff........... und gugge
Ich habe es dann gefunden - dachte ich dreh durch
Beim mannigfaltigem Ausbau des Kühlers habe ich wohl irgendwie das gebogene Blech, welches mittig auf dem Kühler, mutmaßlich zum Schutz der Finger, verlötet ist, etwas nach unten gebogen.
Wenn nun der Wagen Betriebstemperatur erreicht hatte, muss wohl durch die Wärmeausdehnung der Spalt zwischen Propeller und Blech so geschrumpft sein, das bestimmte Unebenheiten ausgereicht haben den Propeller das Blech berühren zu lassen. Das hörte sich an als würde irgendetwas an den Auspuff schlagen, zumal sich das Geräusch auch schlecht lokalisieren ließ.
Der Fehler war schnell beseitigt - Blech etwas hoch gebogen (in die ursprüngliche Position) und der Spuk war vorbei.
Schöner Nebeneffekt dieser Odyssee = durch das an und abbauen der Kardanwelle sind nun auch die Vibrationen verschwunden
Also das war das krasseste was ich bisher mit meinem Spiti erlebt habe, und auch noch selbst verschuldet habe
Hoffe euch nicht gelangweilt zu haben
Grüße
Ralf
...... wie man sich Probleme macht ( die eigentlich keine sind ).
Es war einmal ein MK2 dem die Wasserpumpe tropfte. Nicht übermäßig viel jedoch auf Dauer unschön.
Eines sonnigen Tages begab sich sein Besitzer an die Arbeit und wechselte, Ersatz lag schon länger bereit, kurzerhand das kränkelnde Aggregat. Die Abfolge der zu erldigenden Arbeiten waren wohl bekannt. Kühlwasser ablassen, Schläuche trennen, Kühler ausbauen, Keilriemen abnehmen und so weiter und so fort.
Nach nicht allzulanger Zeit war die Pumpe gewechselt und es stand die Erprobung des schönen, neuen Pümpchen's an. Frohen Mutes brausten Fahrer und Vehikel über die Straßen und ließen sich den 35 Grad warmen Sommerwind um die Nasen wehen und alles schien schön zu sein.
Zurück im Domizil wurde die gute Laune jäh gebremst - die Pumpe war wohl dicht, leider aber nicht die Pumpengehäusedichtung, die selbstverständlich NICHT gewechselt wurde, und so fand sich im gesamten Motorraum der ein oder andere Spritzer süßen Kühlwassers.
Die Abfolge der zu erledigenden Arbeiten ................................
Nach nicht allzulager Zeit ...............................
Da der Tag nun schon recht fortgeschritten war und der fleißige Mechniker schon ein oder zwei hopfige Getränke zu sich genommen hatte, wurde die Fahrt die nun die absolute Dichtheit bestätigen sollte, auf den anderen Morgen verschoben.
Der Morgen kam, die Fahrt verlief wie erwartet erfolgreich und alles schien schön zu sein.
Nun musste man am Nächsten Morgen seine Brötchen verdienen gehen. Kurzerhand schwang er sich in seinen treuen Wagen und brauste los. Nach einiger Zeit, dem Wagen war es warm, dem Steuermann auch, drang bei so mancher Bodenwelle oder Fahrbanunebenheit, natürlich nicht bei jeder, ein metallisches "kling kling" an sein geschultes Ohr.
Der Wagen wurde wärmer und das unheimliche Geräusch trat immer öfter auf - doch schon war die Arbeitsstelle erreicht und der Wagen geparkt.
Selbiges Schauspiel ereignete sich auf dem Weg nach Hause.
Seine angetraute und der Kinder zweiköpfger Schar vernahmen dieses Geräusch bei seiner Ankunft ebenfalls, was den Unmut nur noch vergrößerte.
Eine 30 Minütige Inspektion des Gefährtes von unten ergab - NICHTS. Alles fest und alles da wo es sein soll - sodann entschied man das der Auspuff Quell allen Übels sei, zumal das helle "kling kling" auch nur diesem zuzuschreiben war.
Am heutigen Tage nun fand sich Zeit den Übeltäter vom Fahzeug zu trennen, und im Zuge dieser Prozedur gleich die Kardanwelle zu tauschen, die, erreichte man die 70 kmH Grenze, für erhebliche Vibrationen sorgte. Nachdem die rechtschaffen ölige/schmutzige Welle ausgebaut war, stellte sich jedoch heraus das ein Flansch der Ersatzwelle nicht mit den Schraubenlöchern des Getriebes harmonierten
Alsdann fand die gerade an Tageslicht gezauberte Welle wieder ihren Platz im angenehmen Dunkel der Unterbodens.
Zähneknirschend wurde nun der andere Auspuff, im Laufe der Zeit sammelt sich einiges an, angepasst und an dem Wagen verbaut. Nur noch schnell zum 15ten male die Hände gewaschen, in den Wagen gesprungen und losgebraust, warmgefahren, und siehe da ..................
"KLING KLING"
Und wenn sie nicht gestorben sind - sind sie nicht !
Angehalten, Motor laufen lassen, Kippe raus, Haube uff........... und gugge
Ich habe es dann gefunden - dachte ich dreh durch
Beim mannigfaltigem Ausbau des Kühlers habe ich wohl irgendwie das gebogene Blech, welches mittig auf dem Kühler, mutmaßlich zum Schutz der Finger, verlötet ist, etwas nach unten gebogen.
Wenn nun der Wagen Betriebstemperatur erreicht hatte, muss wohl durch die Wärmeausdehnung der Spalt zwischen Propeller und Blech so geschrumpft sein, das bestimmte Unebenheiten ausgereicht haben den Propeller das Blech berühren zu lassen. Das hörte sich an als würde irgendetwas an den Auspuff schlagen, zumal sich das Geräusch auch schlecht lokalisieren ließ.
Der Fehler war schnell beseitigt - Blech etwas hoch gebogen (in die ursprüngliche Position) und der Spuk war vorbei.
Schöner Nebeneffekt dieser Odyssee = durch das an und abbauen der Kardanwelle sind nun auch die Vibrationen verschwunden
Also das war das krasseste was ich bisher mit meinem Spiti erlebt habe, und auch noch selbst verschuldet habe
Hoffe euch nicht gelangweilt zu haben
Grüße
Ralf