Hallo,
zur Schonung der Tastatur nur schnell ein paar Klarstellungen zu meinen Ausführungen (sind dann doch eher lang geworden). Bezüglich mancher Punkte stimme ich eindeutig zu, manch andere wurden eventuell falsch verstanden.
Betreffend Brüchi
Brüchi hat geschrieben:Hi Injuro
Zu deinem ersten Punkt:
Auf unserer webseite steht eigentlich alles, was ein Anfänger wissen muss um das Abenteuer "Spitfire" überblicken zu können. Natürlich gibt es diese Infos nicht als 154- seitige PDF- datei, denn auch diese würde sich niemand ganz durchlesen. Die Zusammenfassung gibt es also schon: unsere webseite !!!
Die Website finde ich auch sehr gut und sehe sie oft ein. Unabhängig davon bin ich jedoch folgende Seite gefunden
http://www.landcruiser-experiment.de/. Dor ist bisher anhand einzelner Tage die Restauration eines Landcruiser erklärt. Dabei wurde insbesondere auch auf die Konstruktion eines Gestelles und den Bau einer Sandstrahlkammer sowie Problemen bei der Ortwahl eingeräumt. Ich denke also mehr an eine Erfahrungssammlung. Sicherlich finden sich die meisten Informationen auf der Homepage, aber persönliche Erfahrungen und Tipps wie sich "Anfängerfehler" vermeiden lassen fehlen.
Brüchi hat geschrieben:
Dann schreibst Du immer gleich von "Restaurieren". Ich halte es für groben Unfug, wenn sich ein gänzlich unerfahrener 18- Jähriger einen Schrotthaufen kaufen will um den dann mit geringsten Mitteln "restaurieren" zu wollen.
Es ist absolut sinnvoller, dass sich der Jungstift lieber mal ein paar Euro verdient um ein mittelguten Spiti sich leisten zu können. dann kann er ersteinmal damit rumfahren um im Laufe der Zeit Erfahrungen zu sammeln.
Wenn ich das Wort Restauration benutze meine ich damit sowohl umfangreiche Arbeiten, die auch bei einem problemlos fahrfähigen Spitfire fällig werden können (Roststellen finden sich leicht und ein völlig rostfreier Spitfire ist zwar ein schöner Gedanke aber wohl nicht immer so einfach zu haben). In meinem Fall bedeutete Restauration zum Beispiel anfänglich die Erneuerung des Rostschutzes im Innenraum. Mittlerweile habe ich nach einigen Erfahrungen beschlossen den Kofferraumboden zu tauschen. Ich bin der festen Überzeugung, dass man sehr wohl mit dem Basteln lernen kann insbesondere dann, wenn es nicht um einen Schrotthaufen geht. Holfreich wäre es nur Tipps zu geben damit Fehler, welche man selbst gemacht hat (ich hätte da eine ganze Liste) zu vermeiden. Sicherlich mögen erfahrene Spitfire-Fahrer solche Fehler für unmöglich halten, aber einem Anfänger können diese schon passieren. Wir reden dabei auch nicht mit geringsten Mitteln. Ich denke, dass wird hier falsch verstanden. Es gibt aber durchaus Mittel und Wege den Kostenanteil geringer zu halten als es im ersten Moment scheint. Man könnte dabei zum Beispiel an verschiedene Rostschutzmöglichkeiten denken, welche sich in Wirkung und Preis erheblich unterscheiden. Gleiches gilt für die Frage ob man den Spit zum Sandstrahlen bringt oder es Wege gibt, den Rost selbst (Drahtbürste und Bohrmaschine) zu entfernen. Es ginge dabei darum, Vor- und Nachteile verschiedener Verfahren darzulegen.
Deine weiteren Fragen lassen sich auch nicht so leicht beantworten: Garage? Es gibt auch Leute, die lagern den Spiti im Garten unter einer Plane und restaurieren den Wagen wirklich "auf der Strasse", also ohne Hebebühne, ohne Garage. Natürlich geht das nicht überall. Woher Teile bekommen? Siehe webseite.
Das mit den Teilen auf der Website ist absolut richtig. Aber alleine darzulegen, dass es auch Menschen gibt, die den Spit im Garten unter einem Baum restaurieren (kann ich mir kaum vorstellen) und dabei vielleicht Erfahrungen einzubringen (rostet der nicht mit Flugrost schneller weg als man schaut wenn Blecharbeiten zu machen sind - bzw. muss dann immer gleich wider Rostschutz drauf) könnte als Kategorie oder Übersich: "Anfänger" vielen hilfreich sein und im Übrigen (auch über die Spitfire-Fahrer hinaus) im Internet für aufsehen sorgen, denn abgesehen von der Landcruiser Seite oben habe ich noch keine vernünftigen Übersichen für eine Hobbywerkstatt und das hobbymäßige Arbeiten an einem Auto gesehen.
Zweiter Absatz:
Werkzeugübersicht??? Auch da kann man stundenlang diskutieren! Die Frage erklärt sich von selbst: wenn Dir der passende Ringschlüssel fehlt musste den halt kaufen!
Oder soll ich jetzt schreiben: grossen Rätschenkasten, grossen Satz Ringschlüssel, Schraubendreher, Hammer, Kabelbinder und Drehmomentschlüssel????
Werkzeuge für Restauration....da gibts noch vieeeel mehr verschiedene Meinungen!!! Aber eigentlich sollte nur jemand mit einer Restauration beginnen, der schon eine Weile an diesem Auto geschraubt hat....dann weiss derjenige auch, welches Werkzeug er braucht. Wobei es bei der Definition "Restauration" schon erhebliche Diskussionspunkte gibt.
Bei den Werkzeugen dachte ich eigentlich mehr an eine Übersicht welche Schraubenschlüsselgrößen am Spit eigentlich gebraucht werden, ob beispielsweise ein spezieller Schlüssel für die Bremsschläuche erforderlich ist, dass euer Flanschabzieher perfekt für den Radflansch ist und ähnliches. Sicherlich kann man in langer Arbeit alles herausfinden, dann eine dicke Bestellung tätigen um nach einigen Tagen warten dann die notwendigen Werkzeuge zu bekommen aber es wäre halt schön es vorher zu wissen. Mein Baumarkt hier und auch die Autoteilehändler haben keine Zollschlüssel auf Lager. Im Übrigen hatte ich am Anfang gerade bei Zollschlüsseln echte Probleme welche Größen ich brauche. Klar, sagt der Experte, messe halt nach, aber darauf kommt man im ersten Moment (noch) nicht.
Dritter Absatz:
Falsch !!! Unser gesamtes Forum ist auch für Anfänger und deren Fragen! Bei uns bekommt man nur blöde Antworten, wenn wir uns verarscht fühlen! Somit ist eine Extrarubrik einfach nur sinnlos...wie war das doch am Anfang deines Beitrages....bessere Übersicht...???
Alles klar
Viele Grüße,
Brüchi
P.S. solche grundlegende Fragen kann man kaum per Tastatur beantworten, ansonsten bräuchten wir ne Tippse mit 100 Anschlägen pro Minute! Die Antworten dazu bekommt man eigentlich an den diversen Stammtischen und Spitfire- treffen ....aber das steht ja auch in der Kaufberatung

Auch viele Grüße von mir
Werde mal schauen wann in Nürnberg ein Stammtisch ist. Vermutlich mache ich mich an eine Art Übersicht, in welcher ich meine bisherigen Erfahrungen reinschreibe . Wer dazu Anregungen hat welche noch nicht im Forum stehen, immer her damit
Betreffend tomsail
zum "anfänger":
im alten forum stelltest du mal die frage "aus was die spitfire karosserie ist" selbst nach "eingehender studie" des "restaurationshandbuchs karosserie und lack" wusstest du nicht ob ein spitfire aus zinkblech, kupfer oder aluminium ist. ich dachte damals wirklich da verarscht uns doch einer! sorry, aber das kann ich mir halt net vorstellen, dass einer ein fachbuch liest und dann noch sooo grundlegende lücken hat.
Hallo, das mit dem Blech wäre sicherlich erkennbar gewesen, aber wenn einem die Problematik mit dem Kontaktrost bei unterschiedlichen Blechen unbekannt ist und man noch nicht mal richtig nen Plan hat wo man Blech bekommen kann (habe damals über Google bei Conrad etwas gefunden was sicherlich auch nicht ideal war), der Unterschied zwischen eine Blechschere und einem Blechknapper nicht auffindbar ist und im lokalen Baumarkt auch nicht brauchbar erklärt werden kann, spezielle Handwerkerläden aber nicht vorhanden sind, dann denkt man an solch teils klare Sachen einfach nicht. Nun ist die Sache aber klar und das Ziel Blechbearbeitung rückt immer näher.
(es kann auch keiner nach einem tag ski-anfängerkurs lebend die "streif" runterfahren!)
Na, ob der Spitfire wirklich die "Streif" ist. Ist von der komplexität wohl eher der Anfängerhang. Ich bin bisher mit meinem Vorankommen eigentlich sehr glücklich obwohl ich vorher nicht mal wusste was ein Flanschabzieher ist. Hat halt viel Googeln, blöde Fragen stellen und mit-Nachbarn-sprechen (hat ne Isetta) gekostet und dieses Wissen könnte man vielleicht zusammenfassen (gleichwohl es auch Spass macht, das ganze mit der Zeit zu lernen und in Erfahrung zu bringen)
dir jetzt zu raten mit nem golf/kadett usw. mal anzufangen, dort rumschrauben, anfangspfusch (wie das jeder macht beim lernen) probieren/üben, bleche braten usw. bringt leider nix, denn du hast ja schon einen spitfire
Mit Sicherheit hätte ich schon hingeschmissen, wenn ich an einem Golf oder Kadett schrauben würde. Ein Grundelement ist Zeit und Motivation. Zeit gibt die Möglichkeit zu lernen und an Punkten an welchen man nicht weiter kommt nach Lösungen zu suchen. Im Übrigen bedeutet Zeit auch Geld, denn um so länger das Projekt dauert um so weniger Geld muss auf einmal ausgegeben werden. Daher auch die Idee mit der Werkzeugübersicht - was braucht man unbedingt und was kauft man nach und nach. Sicherlich habe ich auch schon sehr viel Geld für Werkzeuge ausgegeben aber niemals riesen Summen auf einmal. Der zweite extrem wichtige Punkt ist meiner Ansicht nach Motivation.
Mal schauen wo mich das noch hinführen wird.
Abschliesend möchte ich gerne noch einbringen, dass ich über viele Bücher, Hefte und ähnliches bezüglich der "Restauration", dem Aufbau, Ausbessern oder wie auch immer man es nennen möchte des Spitfire oder einzelner Komponenten verfüge. Gerade die älteren Bücher gehen dabei nicht von drankonischen Kosten aus sondern erklären ausführlich wie man einzelne (Elektrik-)Teile selbst restaurieren, (einfache) Blechteile selbst herstellen und selbst lackieren kann. Mit Sicherheit sind davon einige Punkte eher fraglich (gerade lackieren) aber ich finde es immer wieder beeindruckend, dass eigentlich jeder technische Vorgang in diesen Büchern beschrieben ist, auch wenn sicherlich Erfahrung bei manchen Dingen eine erhebliche Rolle spielt (Motor, Getriebe usw...)
Das schöne am Spit ist doch, dass Trial & Error bezahlbar ist. Habe zum Beispiel aus versehen meine eine hintere Bremstrommel rausgebrochen weil die Schrauben nicht gelöst waren (Blick ins Wartungsheft hätte das verhindert und irgendwie ist es auch unlogisch, dass eine Bremstrommel so schwer abgehen soll, ist mir (mittlerweile) klar) aber nun ja, das wird mir nie wieder passieren und eine Bremstrommel ist gebraucht ab 15 € und sonst für 50 € zu haben. Sind also durchaus Fehler welche man machen kann.
Mir wäre nur wichtig andere zu ermutigen das Projekt Spitfire anzugehen obwohl sie möglicherweise auf Grund ihres Alters oder finanzieller Fragen Zweifel haben und nicht wissen wie sie anfangen sollen. Es sollen keine Illusionen aufgebaut werden sonder ich möchte anderen die Möglichkeit geben meine fast nur positiven Ohne-Plan-und-Ahnung-drauf-los-schrauben-Erfahrungen zu ermöglichen. Es macht wahnsinnig Spass, ist unglaublich lehrreich, entstpannt und mit ein bischen Glück wird der Wagen auch sicher nicht einer der aufgeführten "Haufen". Der Verkäufe meines Spit war übrigens auch extrem jung und hatte in seinem Keller einen fast fertigen, klasse aussehenden Spit stehen.
Aber wie gesagt, ich werde mir mal etwas überlegen und dies dann zum Download zur Verfügung stellen. Dann ersparen wir uns das lange Tippen mit Diskussionen und falls jemand Lust hat dann noch Dinge zu ergänzen wäre das toll. Ansonsten dauert es halt einfach ein bischen länger.
Viele Grüße & schönen Abend. Muss jetzt ins Bett, morgen wartet der Spit in der Garage.