Leichtgängigkeit single rail Getriebe

Alles rund um die hohe Kunst der Schaltakrobatik sowie Instandsetzung der Getriebeeinheit und Achsen
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Joerg
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Leichtgängigkeit single rail Getriebe

Beitrag von Joerg »

Hallo zusammen,

bin gerade dabei, mein Getriebe zu überholen.
Mich stört, dass man ziemlich am Schalthebel zerren muss, um die Gänge heraus zu nehmen.
Am ausgebauten Getriebehals habe ich mal das Schalten ohne Getriebe probiert: geht genauso schwer. Meiner Meinung nach ist der Kolben 22G1421 zu spitz.
Bild
Ich denke drüber nach, dem Kolben die Spitze zu kappen, damit die Gänge sanfter flutschen.

Gibt es irgend welche negative Auswirkungen dadurch? Ich möchte vermeiden, dass hinterher die Gänge dauernd rausspringen und ich das Getriebe deshalb noch mal teilweise zerlegen muss.


Grüße

Jörg
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Daniel

Beitrag von Daniel »

Hi Jörg, ...

das nervt mich auch, ... aber ich würde das, glaube ich, nicht machen, ... durch die Schrägverzahnung im Getriebe gibt es da meines Erachtens schon Axiale Kräfte auf die Schaltwelle, ... wenn Du es trotzdem ausprobierst, bin ich sehr gespannt auf das Resultat, ... würde das gegebenenfalls, falls es funktioniert, einfach nachmachen.


:top: Viele Grüße von der Getriebeniete,

Daniel
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Joerg
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Beitrag von Joerg »

Hallo Daniel,

meiner Meinung nach werden die Axialkräfte über die Anlaufscheiben der Räder auf die Hauptwelle übertragen und in die Hauptlager eingeleitet. Wenn die Schaltgabeln dauernd Axialkräfte übertragen müssten, würden sie wahrscheinlich nicht lange halten...

Ich galube, ich kappe die Spitze. Werde mir aber erst noch einen Plan B ausdenken, wie ich im Fall der Fälle oben statt des Stopfens eine Arretierung "nachrüsten" kann.


Gruß

Jörg
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Daniel

Beitrag von Daniel »

Hi Jörg, ...

bin gespannt auf das Ergebnis, ... zu dem Plan B: ich könnte mir vorstellen an der Stelle, wo die Plastik-kappe sitzt, die Bohrung zu weiten, ein Gewinde zu schneiden, und dann eine einseitig verschlossene Hülse dort einzuschrauben, die eben wieder eine normale Sperrklinke mit Feder beinhaltet. Und solange es gut geht, kannst Du diese Bohrung mit nem Blindstopfen verschliessen.

Viele Grüße,

Daniel

PS, ... klaro, ... die Axialkräfte gehen auf die Hauptwelle, ... Denkfehler meinerseits.
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Joerg
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Beitrag von Joerg »

Daniel hat geschrieben:...ich könnte mir vorstellen an der Stelle, wo die Plastik-kappe sitzt, die Bohrung zu weiten, ein Gewinde zu schneiden, und dann eine einseitig verschlossene Hülse dort einzuschrauben, die eben wieder eine normale Sperrklinke mit Feder beinhaltet...
Sehr gute Idee!


Gruß

Jörg
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Joerg
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Beitrag von Joerg »

Hi Daniel,

das Getriebe ist wieder drin und wird morgen getestet.
Das Loch, in dem der Kunststoffstopfen steckt, habe ich aufgebohrt und ein G1/4" Gewinde reingeschnitten. Jetzt sitzt ein Verschlussstopfen drin.

Den Kolben habe ich durch eine Kugel aus einem Ausgangskugellager vom Differential ersetzt. Jetzt geht das Ganze wesentlich leichter. An der Rückwärtsgangposition hat die Schaltstange eine Vertiefung, in der Kolben drückt. Ich habe die Stelle mit einem kugelförmigen Schleifstift nachgearbeitet. Mal sehen, ob der Rückwärtsgang so hält.

Im Alugehäuse habe ich zusätzlich dort, wo die Schaltstange läuft, schmiernippel reingemacht. Mit ein wenig Fett läuft die sicher auch leichter.

Bin schon gespannt.


Gruß

Jörg
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Daniel

Beitrag von Daniel »

Da bin ich aber auch mal gespannt wie ein Flitzebogen, ...

:top: :top: :top:

;-) Viele Grüße,

Daniel
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Joerg
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Beitrag von Joerg »

Hi Daniel,

Probefahrt ist bestanden!
Das Getriebe lässt sich jetzt leichter schalten als vorher, der Unterschied ist deutlich spürbar. Die Gänge rasten mit einem deutlichen Klicken ein.
Selbst bei harten Lastwechseln springt kein Gang raus, auch der Rückwärtsgang bleibt drin.
Die Verschlussschraube für den Plan B braucht man also nicht. Ich wage sogar zu behaupten, dass die kugelförmige Vertiefung, die ich für den Rückwärtsgang in die Schaltwelle geschliffen habe, nicht notwendig gewesen wäre.

Hier noch ein Bild von den Schmiernippeln:
Bild

Beim Zusammenbau habe ich übrigens komplett auf diese Löschpapier-Dichtungen verzichtet. Statt dessen habe ich Curil T von Elring verwendet. Gibt's, wenn es der örtliche Autoteilehändler gerade nicht hat, beim Korrosionsschutzdepot. Lässt sich direkt aus der Tube sehr genau auftragen.
Die Dichtflächen habe ich vor dem Zusammenbau mit einem Ölstein abgezogen und hinterher entfettet.

Gruß

Jörg
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Daniel

Beitrag von Daniel »

Hi Jörg, ...

:top: :top: :top: super !!!!

werde also Deine Idee dreisterweise einfach mal abkupfern. Müsstest jetzt nur noch einen Namen dafür finden, ... die "Jörgsche Schaltstangenentlastung", oder "Jörgomatic", oder so ähnlich ;-)

Viele Grüße,

Daniel
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Joerg
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Beitrag von Joerg »

Daniel hat geschrieben:werde also Deine Idee dreisterweise einfach mal abkupfern.
Hi Daniel,

ist genehmigt!
Die Kugel hatte übrigens kapp 8mm Durchmesser.


Gruß

Jörg
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