Tacho schwankt

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-jan-

Tacho schwankt

Beitrag von -jan- »

Hallo alle zusammen,

habe ein kleines Problem mit meinem Tacho.
Die Geschwindigkeitsanzeige schwankt ziemlich starkt, immer so 30 - 40km/h. Also ist es mir unmöglich eine Geschwindigkeit ordentlich abzulesen :? . Wodran könnte das liegen?

Danke sehr.

der Jan
Daniel

Beitrag von Daniel »

Hi Jan, ... am besten Tachowelle ausbauen, seele raus und reinigen, danach schön fetten und wieder in die Litze, dann wieder einbauen, ... damit hab ich zumindest meinen Tacho überzeugt ;-)

Viele Grüße,

Daniel
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Rorei
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Beitrag von Rorei »

Und bei der Verlegung auf schöne große Bögen achten, evtl. hinter dem Armaturenbrett einen anderen Zugang zum Tacho suchen.
Gruß Roland
Spiti-MK4-1300 ( Bj.73 ) und Vitesse MK1-Convertible ( Bj.67 ) www.rolands-triumph.de
HolgerS

Beitrag von HolgerS »

Wenn die Tipps von Daniel und Roland keine Besserung bringen, dann (und nur dann!) den Tacho ausbauen, Gehäuse entfernen, innen soweit wie möglich säubern und danach einen absolut minimalen Tropfen (am Besten aus einer Spritze der superdünnen Nadel wie z.B. bei Trombosespritzen der Fall) auf die hintere Welle, wo die Tachowelle rankommt machen. Zuviel und der Tacho wird demnächst das Zeitliche segnen. Zu Wenig wird kaum dosierbar sein.

Wichtig ist zudem, dass die Tachowelle richtig herum wieder in ihre Tülle kommt, da aufgrund der einseitigen Drehrichtung das Teil ansonsten langsam das Fett der Welle in den Tacho drückt. Von daher auch nicht zuviel Fett da reinschmieren.
Harry
Forums-Lexikon
Beiträge: 3366
Registriert: 12. Sep 2006, 00:14

Beitrag von Harry »

:mrgreen:

Hi Jan,

die tanzende Tachonadel kann, wie von den Herren Vor"rednern" beschrieben, von der Tachowelle herrühren.

Die Tachowelle beim Mk3 ist eigentlich schon ganz gut verlegt, da sie mitten durch die Heizung verläuft.

Prüfen der Hülle

Zuerst die Hülle sichtprüfen. Ab einem bestimmten Alter versprödet der Kunststoffüberzug und bricht auf. Dann ist Ersatz angesagt, da Schmutz in die Welle eindringen kann.

Wellen sollten in sanften Bögen verlaufen deren Radius nicht kleiner als 20cm sein sollte. Die letzten 5cm vor den Verschraubungen sollten keinen Bogen haben.

Verschraubungen nur Hand- / Fingerfest anziehen. Keine Zangen verwenden!
Die Verschraubungsflächen sollten sauber sein.

Bei der Getriebeverschraubung zuerst die innere Welle ein Stück zurück ziehen und nach dem Verschrauben mit leichten Drehbewegungen wieder in den Vierkant einfädeln.

Die Wellen sollten nicht "peitschen". Dazu kann man an bestimmten Stellen zusätzliche Befestigungen vorsehen, die aber die Wellen nicht quetschen dürfen.

Prüfen der inneren Welle

Dazu die Überwurfmutter am Instrument lösen und die Welle nach oben heraus ziehen.

Die Welle auf eine saubere und ebene Fläche legen und an einem Ende hin und her rollen.
Knicke und Beschädigungen sind dann gut zu erkennen.

Dann die Welle an beiden Enden zwischen zwei Finger nehmen und, während die Welle in einem Bogen runter hängt (Radius etwa 25cm), zwischen den Fingern drehen.
Eine gute Welle läuft sanft ohne zu peitschen.

Fetten der inneren Welle

Die innere Welle sparsam einfetten (zB. SHELL SB2628) und in die Hülle zurück stecken. Dann etwa 20cm wieder heraus ziehen und das überschüssige Fett abwischen (fusselfreier Lappen!).
Kein Öl verwenden !!!!

Bei nachgefertigten Wellen ist est auch schon vorgekommen, das die Innenwelle zu lang war, und dann den Magnetläufer in das Gehäuse gegen die Zeigerwelle gedrückt hat.
Erkennt man durch eine einwandfreie Funktion bei leicht gelöster Tachoverschraubung.
Das Kürzen einer solchen Welle ist schwierig, da die Enden zu Vierkanten gepresst sind und nur an deren Spitze die einzelnen Drähte verschweisst sind. Einfachste Lösung eine passende Unterlegscheibe mit unter die Verschraubung.

Falls das mit der Welle keine Abhilfe schafft liegt der Fehler im Instrument selbst.
Entweder verharztes Fett oder Schmutz am Magnetläufer.

mfG
Harry
-jan-

Beitrag von -jan- »

Hi,

danke für eure Antworten.
Hatte heute leider keine Zeit mich daran zu geben. Hoffe ich habe morgen genug Zeit dafür.

mfG Jan
Ferdinand

Beitrag von Ferdinand »

HolgerS hat geschrieben:Wichtig ist zudem, dass die Tachowelle richtig herum wieder in ihre Tülle kommt, da aufgrund der einseitigen Drehrichtung das Teil ansonsten langsam das Fett der Welle in den Tacho drückt. Von daher auch nicht zuviel Fett da reinschmieren.
Es ist doch egal wieherum die Welle in ihrer Hülle steckt, ist die Welle zB links herum gewickelt, bleibt sie andersrum eingesteckt immer noch linksherum gewickelt. Aus einer Rechtsgewindeschraube wird durch umdrehen auch keine mit Linksgewinde. :?

Greetz
Ferdinand
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