Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

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Rolf
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Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Rolf »

Ich möchte meinen alten 3-Sicherungen-Sicherungskasten auf einen wackelkontaktlosen Sicherungskasten mit Flachstecksicherungen umbauen. Mir macht es nämlich inzwischen keinen Spaß mehr, wenn nachts oder in einem Tunnel plötzlich das Licht ausgeht. Ich habe mir mal einen Schaltplan gezeichnet und meine, dass ich mit 7 Sicherungen hinkommen müsste. Mehr Sicherungen würden einen erheblich größeren Umbauaufwand notwendig machen. Was meint ihr zu meinem Schaltplan (siehe unten)? Funktioniert das so? :roll:

Grüße
Rolf

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BMW 328 Ci (2000) - Suzuki SV 1000 S (2004) - Triumph Spitfire 1500 (1975) - Yamaha SRX 600 (1988) - Yamaha XJ 900 N (1986)
Martin

Re: Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Martin »

Wenn ich das richtig verstanden habe, hast Du beim Licht
Sicherungen in Reihe bzw. parallel geschaltet. Das würde ich vermeiden.

Und ich würde Licht links und rechts trennen. Wenn eine Seite
ausfällt hast Du immer noch die halbe Beleuchtung.

Gruss,
Martin
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Rolf
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Re: Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Rolf »

Halli, Martin!

Ich möchte den Kabelbaum möglichst wenig verändern.
Die Sicherung für Standlicht/Rückleuchten/Nummernschildbeleuchtung/Instrumentenbeleuchtung ist ja bereits vorhanden.
Eigentlich könnte man sie weglassen,
denn ich habe ja dem Hauptlichtschalter im Armaturenbrett die serienmäßig fehlende Sicherung vorgeschaltet.

Grüße
Rolf
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Rolf
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Re: Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Rolf »

So, ich habe mir jetzt den Sicherungskasten zusammengebastelt.
Welche Stärken soll ich für die 7 Sicherungen nehmen?
Die Werte der serienmäßigen Sicherungen, 35 A, halte ich für zu hoch.

Grüße
Rolf

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Andi
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Re: Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Andi »

Das sind ja auch englische Werte,habs mal aufgeschrieben was es umgerechnet ist aber finds grad nicht.Kannst dich doch an deinem Alltagswagen orientieren,da steht immer schön im Deckel drin wieviel wofür.
Wer keine Punkte in Flensburg hat hat endweder Glück gehabt oder behindert den fließenden Verkehr.
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Rolf
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Re: Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Rolf »

Andi hat geschrieben:Kannst dich doch an deinem Alltagswagen orientieren,da steht immer schön im Deckel drin wieviel wofür.
Grundsätzlich hast du Recht.
Aber seit 8 Wochen ist der Spiti mein Alltagswagen, weil derzeit einziger Wagen.
Ich fahre schon so lange mit ihm jede Woche die Strecke Westerstede-Bonn (350 km) und zurück.
Und da unten düse ich mit ihm noch viel in der Eifel rum.
Bisher hat der Brave es klaglos mitgemacht -
so ein Spiti ist halt ein gutes Auto -
"Silberne Zitrone" hin oder her.... :-)

Man müsste es eigentlich so berechnen können:
Watt-Summe der Verbraucher an einer Sicherung geteilt durch 12 Volt gleich Ampere,
denn Volt mal Ampere ist ja Watt.
Beispel:
2 Fernlichtlampen an der Sicherung gleich 2x 55 Watt gleich 110 Watt;
110 Watt geteilt durch 12 Volt gleich 9,2 Ampere -
also eine 10A-Sicherung nehmen.
Watt meinst du? ;-)

Grüße
Rolf
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Andi
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Re: Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Andi »

Stimmt,hab heute in einen seit etlichen Jahren stillgelegten Spitfire Sprit reingeschüttet und was soll ich sagen,sprang an-lief rund und die Probefahrt zauberte ein Grinsen in die Mundwinkel.
Leider ist die Karosse Edelrost Stahlfrei.
Wer keine Punkte in Flensburg hat hat endweder Glück gehabt oder behindert den fließenden Verkehr.
Martin

Re: Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Martin »

Andi hat geschrieben:Edelrost Stahlfrei.
:LLLLOL:
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Rolf
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Re: Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Rolf »

Martin hat geschrieben:
Andi hat geschrieben:Edelrost Stahlfrei.
:LLLLOL:

Meine Frage war ja eigentlich:
Welche Stärken soll ich für die 7 Sicherungen nehmen?

Grüße
Rolf
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Andi
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Re: Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Andi »

Sorry,das laß ich lieber die elektrikexperten entscheiden.
Ich hab bei mir überall 10er reingemacht und die haben gehalten.Aber für Anlasser sollte wohl eine stärkere rein.Ich hab einfach nee Hand voll Sicherungen mitgeführt aber nie gebraucht.
Wer keine Punkte in Flensburg hat hat endweder Glück gehabt oder behindert den fließenden Verkehr.
Plaid

Re: Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Plaid »

Interessantes Thema und ich würde das gerne so für den zukünftigen Kabelbaums meines Spitfire4 übernehmen...(so weit wie möglich).... :top: :top: :top: :top: :top:
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Rolf
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Re: Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Rolf »

Andi hat geschrieben: Ich hab bei mir überall 10er reingemacht und die haben gehalten.Aber für Anlasser sollte wohl eine stärkere rein.
Das mit den 10er Sicherungen ist ja schon mal eine klare Aussage.
Allerdings: Der Anlasser und die LiMa sind/werden NICHT abgesichert.

Grüße
Rolf
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Andi
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Re: Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Andi »

Bei mir habe ich irgendwie zwischen Zündschloß und Anlasser was abgesichert,aber zu lang her und ich habs nicht alein gemacht
Wer keine Punkte in Flensburg hat hat endweder Glück gehabt oder behindert den fließenden Verkehr.
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Rolf
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Re: Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Rolf »

Ich habe den Schaltplan noch mal überarbeitet.
Ich denke, man kommt mit 6 Sicherungen aus -
die serienmäßige Sicherung für das Standlicht usw. habe ich rausgeschmissen,
weil diese "Kleinverbraucher" ja in meinem Plan über die Sicherung der Hauptscheinwerfer mit abgesichert werden.
Siehe Zeichnung.

Grüße
Rolf

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Martin

Re: Einbau eines funktionssicheren Sicherungskastens

Beitrag von Martin »

Bin kein Experte im Bereich KFZ Elektrik, aber ich vermute
dass ein Kurzschluss im Anlasser so wahrscheinlich ist
wie ein doppelter Achsbruch :happywink: Also die Sicherung
für den Anlasser kann man sich schenken, dann lieber
das Anlasser Relais absichern. Zudem bräuchte der Anlasser
eine sehr träge >200A Sicherung, die bekommst Du in
Deinen Sicherungskasten nicht hinein.

Die LIMA wird nicht abgesichert, weil sie zerstört werden kann,
wenn sie leerläuft, z.B. bei defekter Sicherung.
Heutige Drehstromgeneratoren sind durch interne Hauptstromzenerdioden
vor gefährlichen Überspannungen geschützt und damit auch für einen
Betrieb ohne Batterie geeignet. Ältere Ausführungen ohne diesen Schutz
mussten bei laufendem Motor stets mit der Fahrzeugbatterie verbunden
sein, um Schäden an den Gleichrichterdioden zu verhindern.
Hier noch eine Seite mit Tipps zu Sicherungen http://www.hanshehl.de/tipp22.htm

Daran denken, dass eine zu gross bemessene Sicherung nix bringt,
weil sie im Fehlerfall gar nicht auslöst (z.B. Kurzer in Instrumentenbeleuchtung = wenig Kurzschlusstrom aufgrund dünnem Kabelquerschnitt) und eine zu schwach bemessene
bei induktiven Verbauchern (wie z.B. Wischer-Motor) durch den
kurzzeitigen, aber grossen Anlaufstrom sofort gekillt wird.

Wenn Du es optimieren möchtest, kannst Du ja mal die Kurzschlusssrtöme
ausrechnen (mit Kabelquerschnitten den Widerstand ausrechnen
und dann über I=U/R den Strom). Der Auslösewert sollte merklich darunter
liegen, aber ausreichend über den max. auftretenden Strömen im
Normalbetrieb (I=P/U z.B. mit 20% Zuschlag Is=I*1,2).
Zuletzt geändert von Martin am 27. Mai 2012, 18:15, insgesamt 1-mal geändert.
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