schwergängiges Getriebe Golf III

Alles rund um die hohe Kunst der Schaltakrobatik sowie Instandsetzung der Getriebeeinheit und Achsen
exilschwabe

schwergängiges Getriebe Golf III

Beitrag von exilschwabe »

Hallo zusammen,

ja ich weiß eigentlich ist das hier die falsche Baustelle. Kein Triumph und schon gar kein Spiti, aber hier sind ein Haufen Leute die Ahnung haben und außerdem kenn ich Euch schon. :) Darum bin ich mal so frei.

Das Problemkind ist ein Golf III, 1,6 l, 75 PS, 5 Gangschaltung, ca. 150.000 km auf der Uhr.

Zuerst war es nur schwer von das Schaltgasse des dritten und vierten Ganges auf die des fünften zu wechseln. Wenn man den fünften Gang rausnahm sprang der Schaltknüppel auch nicht von selber in die Mittelstellung zurück.

Mittlerweile hat sich die Sache verschlechtert.

Der Rückwärtsgang ist nicht unbedingt drin auch wenn der Schaltknüppel in der Position dafür ist. Man hat dann den ersten.

Der erste Gang geht zu 95 % gar nicht mehr rein. Manchmal läßt er sich überreden in dem man den Schaltknüppel leicht nach unten drückt.

Der fünfte Gang kann nur noch eingelegt werden, wenn das Getriebe warm ist. Und hier ist dann ziemlich viel Kraft nötig, um in die Schaltgasse rüber zu kommen.

Das Schaltgefühl ist als wenn der Schaltknüppel in einer dicken Pampe steckt. Auffällige Geräusche gibt es aber keine. Zwischen dem dritten und vierten Gang kann man ganz normal schalten.

Hat jemand von Euch eine Idee was das sein kein??? Bisher habe ich keinen blassen und bevor ich mir in der Werkstatt die Story vom Getriebetausch erzählt wird, hätte ich gerne eine ungefähre Vorstellung was da sein kann, damit ich besser nachfragen kann. 8)

Danke und Gruß
Thomas
benno

Beitrag von benno »

Habt ihr das Getriebeöl schonmal gewechselt? Hatte mal nen Astra, da hat der Wechsel auf Vollsynthetisches-Getriebeöl eine Verbesserung gebracht, Auto war allerdings neu.

Hmm, aber ein gebrauchtes Getriebe für diesen Typ schätze ich jetzt nicht so teuer.
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MKIII
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Beitrag von MKIII »

Ich tippe mal auf das Schaltgestänge, warscheinlich hat sich das Fett verflüchtigt oder eine Schraube gelockert und nun findet das Gestänge nicht mehr den richtigen Weg :cry:
Gruß
Norbert
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Daniel

Beitrag von Daniel »

bei dem Uno meiner Freundin hatte sich das Fett vom Schaltgestänge verabschiedet und somit hat der Rost einzug gehalten ein kleines tübchen Fett und etwas schleifpapier, und schon war der Fehler behoben :-)

Viele Grüße,

Daniel
exilschwabe

Beitrag von exilschwabe »

Danke Jungs,

die letzten beiden Tips lassen ja hoffen, das mit ein bischen Arbeit die Sache wieder hinzubekommen ist. So lange am Getriebe selber nix ist geht es ja noch. Dann werde ich mal am Wochenende in das Innenleben des Golfs abtauchen.

Gruß
Thomas
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tseitz
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Beitrag von tseitz »

Ich schließe mich Benno an, das ist absolut typisch für altes Getriebeöl!

Gruß Thomas
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stefang60
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Beitrag von stefang60 »

Hi Thomas,

als alter Golf Fahrer kenne ich das Problem. Die Technik bzw. Getriebe GolfII/III ist die gleiche d. h. ein IIer Getriebe ist Kompatibel.

Das Schaltgestänge muss man regelmäßig schmieren sonst wird es schwergängig. Des weiteren ist mir mal so ein Plastikteil welches aussieht wie ein Knochen und zwei Kugelköpfe miteinenader verbindet Kaputt gegangen. Man sieht das aufs erste mal nicht unbedingt, die Symthome waren wie von dir beschrieben. Kostete damals ein paar Pfennige. Solltest du ein Seilzuggetriebe haben, das muss man gelegentlich justieren damit die Gänge wieder Flutschen...

Allerdings gehen auch gerne mal die Differenziale kaputt, dann kommst um nen Tausch nicht rum. Kenn ich aber eher nur von den GTIs sprich Leistungsstärkeren Modellen...

Vielleicht hast den Fehler auch schon längst gefunden, wenn ja sag mal bescheid, würde mich interessieren
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Basti ausm Sauerland

Beitrag von Basti ausm Sauerland »

Zieh mal den Schalthebelsack im Innenraum ab und guck da drunter.
Vielleicht hat sich die Führung (Plastik/Gummi-Buchse) zerlegt. Hatte ich schonmal beim GolfII. Dann geht schalten sehr schwer, kein Rückstellen des Schalthebels und 5ter Gang geht oft nicht rein...
Viel Erfolg, falls du nicht schon fündig geworden bist...
exilschwabe

Beitrag von exilschwabe »

Hi Jungs,

erst mal vielen Dank für die ganzen Tips. Um mal ganz ehrlich zu sein. Ich bin noch nicht dazu gekommen nachzusehen. :oops: Im Moment geht es wieder halbwegs.

Die neue Wohnung hält Debbie und mich ganz schön auf Trab und der Termin für die Fertigstellung des Kinderzimmers ist nicht aufzuschieben.

Ich melde mich aber wenn es Neuigkeiten gibt.

Gruß
Thomas
exilschwabe

Beitrag von exilschwabe »

So, jetzt habe ich mir das Ganze mal näher angesehen. Also Fett am Gestänge ist Fehlanzeige. Da ist alles furztrocken und verrostet. Ich denke das muß ich auseinander nehmen und entrosten.

Wie funzt denn so ein Gestänge? Ich bin da noch nicht so ganz dahinter gestiegen. Die Vor und Rückwärtsbewegung des Schaltgestänges wird über diverse Hebel in eine Drehbewegung am Getriebeeingang umgesetzt.

Die Links und Rechtsbewegung des Knüppels führt so wie ich das sehe zu einer leichten Drehbewegung des Schaltgestänges. Was bewirkt die denn am Getriebeeingang? Die Bewegung funzt nur noch bedingt.

Auf dem Gestänge sind zwei Scheiben zwischen denen einen "Kugel" ist. Das Ganze sieht ziemlich fertig aus. Ich vermute mal, daß die Links, Rechtsbewegung deshalb so schwer geht.

Direkt am Schaltknüppel konnte ich keine Defekte erkennen.

Vielelicht kann mir mal einer von Euch bei Gelegenheit erklären wie die Schalterei bei so einem Getriebe funktioniert.

Viele Grüße
Thomas
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stefang60
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Beitrag von stefang60 »

sorry, da muss ich passen, ich arbeite da immer mit etwas Carama, Fließhaftfett usw... das hat bisher ausgereicht...
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ralf

Beitrag von ralf »

also hör mal thomas,

wir sind hier doch in einem spitfire-forum. gern erklär ich dir, warum fett in die achsschenkel gehört, aber die funktion eines golf3-getriebe-murks? tststs...

grüssle ralf
benno

Beitrag von benno »

ich glaube (wie gesagt glaube), dass links und rechts am Schaltknüppel den Hebel am Getriebe rauszieht bzw. reindrückt. Vor und Rückwärtsbewegungen am Schaltknüppel verdrehen den Hebel am Getriebe.

Aber ich würde vorerst auch nix zerlegen, einfach mal was hinsprühen
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MKIII
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Beitrag von MKIII »

benno hat geschrieben:ich glaube (wie gesagt glaube), dass links und rechts am Schaltknüppel den Hebel am Getriebe rauszieht bzw. reindrückt. Vor und Rückwärtsbewegungen am Schaltknüppel verdrehen den Hebel am Getriebe....


Und ich glaube es ist genau umgekehrt!! Ich würde den ganzen Rotz zerlegen, reinigen fetten und in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenbauen! :LEHRER:
Gruß
Norbert
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exilschwabe

Beitrag von exilschwabe »

Hi Ralf,

in was für einem Wägelchen fährt denn dein Papa Simpson??? Das wird doch nicht etwa kein Triumph sein! :roll:

Nix für ungut, ich hoffe wir sehen uns am Samstag auf ein Tannenzäpfle!

Gruß
Thomas
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